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RORSCHACH: In der Fremde Heimat finden

Im gestrigen Gottesdienst der evangelischen Kirche haben Flüchtlinge erzählt, wie es ihnen in ihrer neuen Heimat geht.

In der evangelischen Kirche Rorschach fand sich am Sonntag eine bunte Schar Gottesdienstbesucher ein. Neben der Tauffamilie um die kleine Leyla Spirig auch Gemeindeglieder, die gebürtig aus anderen Teilen der Welt stammen. Und schliesslich neue Kirchvorstandsmitglieder aus den Gemeinden Thal-Lutzenberg, St. Gallen C und Gossau-Andwil, die in diesem Gottesdienst in ihr neues Amt eingeführt wurden. Thematisch bestimmend war an diesem Morgen der Flüchtlingssonntag. «Zuhause kann überall sein» war der Titel eines Bilderbuches, das in das Thema einführte. Wie es ihnen in ihrer neuen Heimat Schweiz ergeht und was es braucht, um sich hier einzufinden, berichteten einige Gemeindeglieder, die erst kürzlich in die Schweiz zugezogen sind. Dede Tete aus Togo und Sam Ogbuokiri aus Nigeria kamen als Flüchtlinge in die Schweiz. Sie leben gemeinsam mit ihren Kindern Isabell und Zende in Rorschach. Die beiden berichteten, wie wichtig für sie der Erhalt der richtigen Papiere und das Finden einer Arbeit ist. Gar nicht so einfach. Zumal sie mit vielen Vorurteilen konfrontiert würden.

«Schweizer brauchen lange, bis sie sich öffnen»

Winifred und Thomas Watamanik stammen aus Ghana und Deutschland. Winifred Watamanik spürt noch immer Unterschiede zwischen ihrer alten und ihrer neuen Heimat, wenn es darum geht, mit den Menschen hier in Kontakt zu kommen. «Schweizer brauchen so lange, bis sie sich öffnen. Viel länger als in Ghana», lautet ihr Fazit. Trotzdem sind alle Zugereisten froh, in der Schweiz zu sein, und bemühen sich sehr um die Integration in die Gesellschaft.

Pfarrer Pius Helfenstein erklärte anhand biblischer Figuren wie Abraham und Mose, welch zentrale Rolle das Leben in der Fremde und der Umgang mit Fremden im Glauben spielen. Schon das Alte Testament fordere einen guten und wohlwollenden Umgang mit Zugereisten. Das gelte es auch heute umzusetzen. Schliesslich bereichern Unterschiede das Zusammenleben. Auch musikalisch wurde dies greifbar. E-Gitarre und Orgel erklangen als ungewohntes und doch harmonisches Zusammenspiel. Im anschliessenden «Chile-Kafi» bestand Möglichkeit, sich bei persönlichen Gesprächen noch besser kennen zu lernen. (em)

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