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RORSCHACH: Für Bedürftige seit den 70er-Jahren

Der Rotkreuz-Laden hat gestern sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Inzwischen ist er der Einzige im Kanton. Und mehr als nur ein Verkaufsladen.
Martin Rechsteiner
Der Laden-Gründer Martin Hofmann, die Regionalleiterin Kathrin Gabathuler, die Laden-Mitarbeiterin Astrid Gallusser und der Christian Rupp, Geschäftsleiter des Roten Kreuzes des Kantons (v.l.n.r.). (Bild: mre)

Der Laden-Gründer Martin Hofmann, die Regionalleiterin Kathrin Gabathuler, die Laden-Mitarbeiterin Astrid Gallusser und der Christian Rupp, Geschäftsleiter des Roten Kreuzes des Kantons (v.l.n.r.). (Bild: mre)

Der kleine Laden in der Rorschacher Dennerpassage ist voller Besucher. Ein Herr bahnt sich seinen Weg durch die Menge in Richtung Kasse, in der Hand ein Edelweiss-Hemd. Und draussen vor der Tür stehen die Leute Schlange vor einem Tisch, auf dem Hausrat und Kosmetikprodukte ausgelegt sind. In der Ecke steht ein Glücksrad.

Der Rotkreuz-Laden feiert. Seit 40 Jahren gibt es ihn in Rorschach. Seit 1978, damals noch an der Kirchgasse 9, bietet er von Kleidern über Geschirr bis zu Innendekoration alles Mögliche an. Das zu Preisen, die dem Budget von Bedürftigen entsprechen sollen.

Laden in St. Gallen gibt es nicht mehr

Christian Rupp, der Geschäftsleiter des Roten Kreuzes des Kantons St. Gallen, kam für die Feier in die Hafenstadt. «Der Laden hier ist der Einzige im Kanton, den das Rote Kreuz noch betreibt», sagt er. Dass gerade Rorschach einen Laden habe, sei insofern speziell, als die weiteren Filialen des Roten Kreuzes in der Schweiz eher in grösseren Städten zu finden seien. «Den Laden in St. Gallen gibt es aber nicht mehr», sagt Rupp «der hier in Rorschach läuft aber sehr gut.»Auch Martin Hofmann, der den Laden vor 40 Jahren gegründet hat, ist zur Feier gekommen. «Ich weiss, dass ich damals noch regelmässig mit dem Auto herumgefahren bin und Kleider und Gegenstände für den Laden gesammelt habe», sagt er mit einem Lächeln. Dass es das Geschäft noch immer gibt, macht ihn stolz.

Und auch Astrid Gallusser hat Freude. Sie arbeitet seit neun Jahren als Verkäuferin im Laden. Sie sagt: «Unser Angebot und die Second-Hand-Idee liegen im Trend. In letzter Zeit kommen immer öfter junge Leute zu uns.» Die Mehrheit der Kunden seien aber Bedürftige aus allen Alterskategorien, die es nicht einfach hatten im Leben. «Ihnen schenken wir stets auch ein offenes Ohr für ihre Probleme», sagt Gallusser. «Manche kommen auch nur zum Reden her.»

Neben dem Laden ist das Rote Kreuz noch anderweitig in der Region aktiv. Vor Kurzem hat die Organisation bei ihrer Aktion 2xWeihnachten Lebensmittel und Nonfood-Artikel im Raum Rorschach und Rheintal an 754 Haushalte mit Bedürftigen verschenkt. Dies geschah in Zusammenarbeit mit 29 sozialen Institutionen und Ämtern.

Martin Rechsteiner

martin.rechsteiner@tagblatt.ch

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