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RORSCHACH: Ein Wahrzeichen für zwölf Nächte

Bis zum 8. November verschiebt sich das Stadtzentrum auf die Lichtbar am Lindenplatz. Hier startet und endet der Lichtwoche-Stadtrundgang mit 16 Überraschungen.
Die Lichtbar des Kunstvereins Rorschach hat bis 8. November täglich ab 18 Uhr geöffnet. (Bild: Christof Sonderegger)

Die Lichtbar des Kunstvereins Rorschach hat bis 8. November täglich ab 18 Uhr geöffnet. (Bild: Christof Sonderegger)

Ein kühler Oktoberabend? Eher wähnt man sich in einer lauen Sommernacht. Lachen, Schwatzen und Gläsergeklirr echot von den Hauswänden. Passantinnen, Flaneure, Paare und Gruppen tauchen ihre Gesichter in den Schimmer der Lichtbar, welche aus 13 kreisförmig angeordneten Leuchtelementen besteht. Man erkennt sich wieder oder lernt sich kennen, während das freundliche «Mariaberg»-Team Drinks serviert. Drinks, die leuchten, blinken und sich mit den Gästen zu freuen scheinen. Die verspielt inszenierten Leuchtwürfel in den Baumkronen und über den Boden gleitende Laserpunkte lassen die nahende Umstellung auf die Winterzeit vergessen.

Für viele ist es eine samstagabendliche Gelegenheitsfete, für den Kunstverein Rorschach der 100. Geburtstag, der angemessen gefeiert sein will. Mit einem Lichtjahr und jetzt mit einer Lichtwoche, gemeinsam mit allen, die dabei sein wollen. Der Schöpfer dieser Lichtbar, die bis 8. November täglich ab 18 Uhr geöffnet hat, ist Paul Etter, Vorstandsmitglied des Lichtkunstprojekts Rorschach (LKP), das als «Tochterverein» des Kunstvereins das ganze Lichtjahr gestaltet. Etter, pensionierter Druckereifachmann, unermüdlicher Ideenproduzent, Tüftler, Anreisser und rastloser Alleskönner, ist überzeugt: «Die Lichtbar bildet den Mittelpunkt unserer Lichtwoche. Hier treffen sich die Leute, bevor sie auf unseren Lichtwoche-Stadtrundgang gehen, und sie schliessen diesen hier auch wieder in gemütlicher Runde ab.»

Klingendes Kunstwerk «Rohrschach»

Der Stadtrundgang startet am Tag nach Allerheiligen. LKP-Mitglied Edwin Hasler und seine Kollegen haben aus Archiven lokalgeschichtlich bemerkenswerte Bilder und Filmsequenzen zusammengestöbert, die nun an elf Hausfassaden zu bewundern sind. Ergänzend präsentiert die evangelische Kirchgemeinde ein «Kino an der Kirchenfassade», während die katholische Kirchgemeinde dem Künstler Patrick Muchenberger im Park der Kirche St. Kolumban Gastrecht gewährt. Gespannt sein darf man auf die lichtkünstlerische Verzauberung des Treppenhauses durch Studierende der Schule für Gestaltung St. Gallen. Der Arboner Künstler Stefan Philippi bespielt sein Klangkunstwerk «Rohrschach» beim Seepavillon. Dabei handelt es sich um ein grosses Schachspiel aus klingenden Rohren. Am Freitag, 3. November, eröffnen Irmgard und Ruedi Stambach den «Laternenzauber» in der Jugendkirche, wo rund 300 Schulkinder aus der Region ­Rorschach ihre selbstgestalteten Lichtwürfel zeigen. Wer’s in kleinerem Rahmen mag, findet im «Schilte Sechsi» am Lindenplatz Erfüllung. Dort präsentiert der Fotograf Julian Dünser seine «Lightpaintings».

Thomas Widmer

redaktionot@tagblatt.ch

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