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RORSCHACH: Ein Thema ohne Grenzen

Die Studierenden der PHSG haben sich in einem Projekt mit dem Thema «Grenzen» auseinandergesetzt. Das Ergebnis ihrer Arbeit präsentierten sie mit einem Programm aus Tanz, Theater, Musik und Ausstellung.
Ramona Riedener
Die Studierenden zeigten eine Choreografie. (Bild: Ramona Riedener)

Die Studierenden zeigten eine Choreografie. (Bild: Ramona Riedener)

Der Abend, an dem die Studierenden der Pädagogischen Hochschule St. Gallen im Gebäude Stella Maris in Rorschach ihre Arbeiten zum Thema Grenzen-Menschen-Wagnis vorstellten, begann mit dem «Freigang» in der zweiten und dritten Ebene des Gebäudes. In den Gängen und Zimmern fand das zahlreiche Publikum einleitend ins grenzenlose Thema die Projektarbeiten der Studierenden aus dem ersten Semester im Fachbereich Gestalten. Die Kleingruppen- und Einzelarbeiten zeigten bildnerisch, durch Malereien, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen und Installationen den Zugang der Studierenden zum Thema. Während die einen Zuschauer den Performances der Theatergruppe im Gang folgten, andere durch die Ausstellung flanierten, bot sich den anderen im lichtdurchfluteten Laubengang ein anderes Szenario. Kurze Zeit war die Aufmerksamkeit des Publikums ganz diesem überwältigenden Naturschauspiel der gerade untergehenden Sonne gewidmet.

Im zweiten Teil des Abends zeigten Chor und Orchester in der Aula eine musikalische Einleitung ins Thema. Im knallvollen Saal gab es keine Grenzen zwischen Akteuren und Publikum. Zwischen Chor, den Schauspie­lenden im Mittelpunkt und dem Orchester sassen dicht gedrängt und kunterbunt durcheinander die Zuhörer und liessen sich von der Musik mitreissen. Die eigenartigen und faszinierenden Interpretationen des Chors und des Orchesters vermochten überzeugend Ausdruck verleihen.

Grenzen wahrnehmen und überschreiten

Während Chor, Orchester, Theatergruppe sowie Studierende im Fachbereich Gestaltung während einer Projektwoche intensiv mit dem Thema persönliche und politische Grenzen beschäftigten, probten Studierende und Dozierende der PHSG gemeinsam mit externen Teilnehmenden an einer Tanz-Choreografie. Für die künstlerische Leitung waren der Artist-in-Residence-Tänzer und Choreograf Sebastian Gibas und seine Frau Andrea María Méndez Torres verantwortlich. Das 40-minütige Tanztheater wurde im Innenhof des Schulgebäudes uraufgeführt. Ein betörender Hintergrund, der blaue See vor dem Abendrot der untergegangenen Sonne, bestückt mit einzelnen tiefschwarzen Wolken, lenkte für einen kurzen Augenblick ab von der gespenstisch wirkende Szene, wo sich die Tänzerinnen und Tänzer sowie der Chor für ihre Darbietung bereit gemacht hatten. Von den Sitzplätzen im Innenhof, den Fensterfronten im zweiten und dritten Stock sowie vom Laubengang aus verfolgten die Zuschauer die dreiteilige Tanzperformance. Während es im ersten Teil darum ging, sich mit den Problemen, den stillen Sehnsüchten und den damit auferlegten Grenzen auseinander zu setzen, ging es im zweiten Teil darum, sich diesen zu stellen und etwas zu verändern, das Wagnis einzugehen und die eigene Komfortzone zu verlassen. Im Schlussteil drückten die Tanzenden ihre neuen Erkenntnisse aus. Dies führte sie zur Überwindung von Mauern und zur Findung neuer Wege. Mit dem zweiten Abschnitt des Gedichtes von Hesse «Stufen», wo es um «loslassen» geht, endete die eindrückliche Tanzaufführung.

Nochmals Gelegenheit, die Tanztheater-Aufführungen live mitzuerleben, haben Interessierten am Samstag, 22. April, im Stella Maris in Rorschach.

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