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RORSCHACH: Doch keine «Stadthof»-Pizza

Das Restaurant Stadthof bleibt bis auf weiteres geschlossen. Der Pächter zieht sich nach Kritik zurück. Der Küchenchef eröffnet in Balgach mit bekannten Gesichtern neu.
Jolanda Riedener
Chandran Saravanamuthu gibt den «Stadthof» endgültig ab. (Bild: Rudolf Hirtl (August 2016))

Chandran Saravanamuthu gibt den «Stadthof» endgültig ab. (Bild: Rudolf Hirtl (August 2016))

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Nun also doch nicht. Chandran Saravanamuthu, in Rorschach bekannt als Sandro, gibt das Restaurant «Stadthof» als Pächter ab. Mitte Februar stand der Rorschacher Gastronom in der Kritik: Wegen eines Konzeptwechsels wollte er im «Stadthof» auf Pizza und Pasta setzen. Deshalb wechselte er das ganze Personal inklusive Lehrlinge aus (Ausgabe vom 12. Februar). Saravanamuthu will den «Stadthof» nun am 24. März endgültig schliessen und sich auf sein Kerngeschäft in der Pizzeria Capri konzentrieren, wie er gegenüber dem «Rorschacher Echo» bekannt gibt. Weiterhin hätte Sandro mit seinem Team den Pavillon am See gerne bewirtschaftet.

Die Entscheidung sei ihm nicht ganz leicht gefallen, sagt er auf Anfrage. «Ich habe auf den angekündigten Konzeptwechsel viel Kritik von Gästen erhalten.» Auf italienische Küche wollte der Wirt setzen, weil seine Pizzeria gut besucht war, im Restaurant Stadthof, das der Stadt gehört, blieben die Gäste hingegen aus.

«Stadthof» ist keine Erfolgsgeschichte mehr

Nach einem Gespräch habe der Pächter dem Stadtpräsidenten Thomas Müller mitgeteilt, dass er den «Stadthof» nicht mehr weiterführen wolle. Gemäss Müller gab Sandro an, dass der Betriebsverlust 2017 im «Stadthof» und im Pavillon zu gross gewesen sei. Der Stadtrat könne im Sinne von Sofortmassnahmen den Betrieb des Pavillons sowie die Reservationen des Stadtsaals kurzfristig sicherstellen. Für den Pavillon müsse der Stadtrat einen Ersatz finden. Müller bedauere, dass die öffentliche Kommunikation nicht mit der Stadt abgesprochen worden sei. «Nach Sandros Auszug wird das Restaurant Stadthof bis auf weiteres geschlossen bleiben», sagt Müller. Das Restaurant sei seit 20 Jahren keine Erfolgsgeschichte mehr. Das Festhalten der Gastwirte am gut bürgerlichen Betrieb mit Punkten in Gastroführern habe vermutlich mehr Gäste abgehalten als angelockt. «Eine Wiedereröffnung des Restaurants ergibt nur Sinn, wenn wir einen Pächter finden, der ein Betriebskonzept mit wirtschaftlicher Erfolgsaussicht vorlegt», sagt Müller. Weiter will der Stadtrat den Stadtsaal technisch so abtrennen, dass er ohne Restaurant betrieben werden kann, die Organisation und Nutzung sei noch festzulegen.

Wer nicht auf die «Stadthof»-Küche verzichten will, darf sich hingegen über gute Neuigkeiten freuen: Küchenchef Fritz Tatzl, der dem «Stadthof» seit vielen Jahren seine Handschrift aufsetzt, wird ab dem 10. April das «Rössli» in Balgach übernehmen und verspricht: «Das beliebte Chateaubriand gibt es weiterhin.» Seit dem von Sandro angekündigten Konzeptwechsel hätten Tatzl und sein Team viele Nachfragen diesbezüglich gehabt. «Es wird eine gestrafftere Speisekarte geben. Ansonsten erwartet die Gäste eine ähnliche Küche, wie im ‹Stadthof›.» Mit nach Balgach nimmt Tatzl auch seine Sous-Chefin und eine Servicemitarbeiterin. «Es ist ein kleineres, altes, aber sehr schönes Restaurant mit Garten», sagt Tatzl. Erst vor vier Jahren sei es renoviert worden.

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