RORSCHACH: Bindung an See ist ungebrochen

20 Schülerinnen und Schüler der Primarklasse 1960 bis 1963 des Schulhauses Pestalozzi haben sich getroffen. Die Bindung an den Bodensee ist ungebrochen.

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Klassenzusammenkunft: Primarklasse 1960–1963 der Lehrer Köppel/Gehrig, Pestalozzischulhaus. (Bild: pd)

Klassenzusammenkunft: Primarklasse 1960–1963 der Lehrer Köppel/Gehrig, Pestalozzischulhaus. (Bild: pd)

RORSCHACH. Wenn der Bodensee über die Ufer tritt, ist das ein besonderes Spektakel, selbst wenn man es schon einige Male erlebt hat. Und wenn ein Unwetter über die Stadt fegt, wird die Szenerie noch imposanter. So empfanden 20 Schülerinnen und Schüler, die in den Jahren 1960 bis 1963 im Rorschacher Pestalozzischulhaus die Primarschule besuchten, als sie am Wochenende zu einem Klassentreffen zusammenkamen. Dabei war auch ihr damaliger Lehrer Otmar Gehrig. Beim Apéro in der Badehütte stellte man fest: Die Bindung an den Bodensee ist ungebrochen. Die Erinnerungen, gerade an die Badehütte, sind mannigfaltig. Anders als heute wurden die Buben und Mädchen fürs Umziehen getrennt, und der Schwimmunterricht fand bei jedem Wetter statt.

Auch die Erinnerungen an die damalige Bademeisterin Anni Görtz sind lebendig. Ab Mai 1960 prägte sie 35 Jahre lang die Badanstalt und mass das Seewasser stets ein, zwei Grade wärmer als die umliegenden Badeorte. Man sprach darum von den legendären Görtzgraden. Nicht verhindern konnte sie, dass die Schwimmenden ihre Runden oft neben im Wasser treibenden Erbsen und Rüebli drehen mussten. Dies, weil die Konservenfabrik Roco bei Reinigungsarbeiten ihre Nahrungsmittelabfälle ungefiltert in den See leitete, was bei heutigen Wasserschutzbestimmungen und Kanalisationsbauten undenkbar wäre. Nach einem individuellen Stadtrundgang liessen die Jahrgänger ihr erstes Treffen seit 13 Jahren im «Stadthof» ausklingen, wo sie ihre Gläser auf ein baldiges Wiedersehen erhoben. (pd/lim)