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RORSCHACH: Alte Diskussion neu entfacht

Die Stadt Rorschach hat ihre Pläne für Hafenplatz, Hafengebäude und Kornhaus präsentiert. Dass bei letzterem Handlungsbedarf besteht, scheint unumstritten. Aber braucht es noch ein Restaurant?
Linda Müntener
Soll auf dem Hafenplatz ein neues Gebäude mit Restaurant gebaut werden? Darüber gehen die Meinungen am Stadtapéro auseinander. (Bild: Hardy Buob)

Soll auf dem Hafenplatz ein neues Gebäude mit Restaurant gebaut werden? Darüber gehen die Meinungen am Stadtapéro auseinander. (Bild: Hardy Buob)

RORSCHACH. «Das Thema brennt», sagt Stadtpräsident Thomas Müller zur Begrüssung am Stadtapéro. Etwa 200 Rorschacherinnen und Rorschacher sind am Montagabend im Stadthofsaal erschienen, um sich über die Pläne für Kornhaus, Hafenplatz und Hafengebäude zu informieren. «Die Visitenkarte zwischen Stadt und See», wie Müller das Areal nennt.

Die Stadt unterbreitet zwei Varianten: Beide beinhalten die Gestaltung des Hafenplatzes für etwa 2,5 Millionen Franken und den Bau eines Hafengebäudes mit Restaurant für etwa 3 Millionen Franken (Tagblatt-Ausgabe vom 22. Oktober ). Bei der Variante «Kornhaus Basis» wird das Kornhaus vorerst nur im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss ausgebaut. Kostenpunkt: etwa 9 Millionen Franken. Geplant ist, die Säulen freizulegen und im westlichen Teil einen Veranstaltungsraum mit Möglichkeit zur Aussenbewirtschaftung des Kornhausplatzes zu erstellen. Die Variante «Kornhaus Integral» beinhaltet den Vollausbau für etwa 15 Millionen Franken. «Dies sind Schätzungen, keine Kostenvoranschläge», betont Müller. Die Feinjustierung der Projekte stehe noch aus.

«Es gibt schon genügend Restaurants»

Zu den Umbauvarianten des Kornhauses gibt es keine Wortmeldungen. Mehrere Votanten sprechen sich aber gegen einen gastronomischen Betrieb in einem Hafengebäude aus. «Es gibt in Rorschach schon genügend Restaurants. Diese sollte man nicht konkurrenzieren», heisst es etwa. Während der kalten Jahreszeit laufe am Hafen nichts, die Saison beschränke sich auf vier Monate im Jahr. Das rechtfertige den Bau eines Hafengebäudes mit Restaurant nicht. Ein anderer Votant merkt an, dass die Stimmberechtigten bereits vor drei Jahren Nein zu einem Hafengebäude mit Restaurant gesagt haben. «Das zählt.»

Der Stadtpräsident warnt davor, Projekte gegeneinander auszuspielen. «Wenn wir das tun, stehen wir am Ende mit nichts da», entgegnet er. Die Umnutzung des Kornhaus-Erdgeschosses sei nur in Kombination mit dem Bau eines Hafengebäudes möglich. Denn die im Kornhaus untergebrachten Einrichtungen der Bodenseeschifffahrt müssten ins neue Hafengebäude verlegt werden. «Einen Wirt für das Restaurant im Hafengebäude finden wir sofort», versichert Müller. Man habe im Vorfeld Gespräche mit Gastronomen geführt. «Die würden schon morgen anfangen.»

Ein Ort zum Verweilen für Touristen

Es werden auch positive Stimmen zum Hafengebäude laut. «Wer in Rorschach mit dem Schiff ankommt, landet auf einem Parkplatz», sagt etwa Paul Müller. «Kein Wunder läuft am See nichts, wenn die Touristen jede 500 Meter auf ein geschlossenes Restaurant treffen.» Spontanapplaus. 3500 Schiffspassagiere kommen an einem Sommertag in Rorschach an. Mit einem ansprechenden Hafenplatz und einem Restaurant hätten diese einen Grund, hier zu verweilen, sagt Paul Müller. Ihm schliesst sich ein weiterer Votant an. Man soll nicht darüber reden, was man nicht brauche, sondern darüber, was man brauche. Dabei müsse auch die nächste Generation zu Wort kommen. Da kaum Junge im Stadthofsaal sitzen, ruft der Votant die Anwesenden auf, ihre Kinder für das Thema zu begeistern.

Damit ist die Debatte um die Entwicklung des Hafenareals lanciert. Der Stadtrat verteilt Flyer in alle Haushalte, bis Ende Jahr können die Bürger ihre Meinung kundtun. Geben die Rorschacher grünes Licht, wird ins Budget 2017 ein Planungskredit eingestellt, um die Detailprojektierung anzugehen.

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