Rorschach als Publikumsmagnet

Vom 20. bis 23. August gastiert die Coop Beachtour auf dem Kabisplatz. Der Rorschacher Event ist der beliebteste der Serie. Ihn besuchen nicht nur die meisten Fans, das Plauschturnier war bereits im Juli ausgebucht – so früh wie noch nie.

Andrea Sterchi
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Der Kabisplatz am Rorschacher Hafen dient während der Coop Beachtour als Spielarena. (Bild: pd)

Der Kabisplatz am Rorschacher Hafen dient während der Coop Beachtour als Spielarena. (Bild: pd)

RORSCHACH. Jeweils im August übernimmt der Sand in Rorschach das Zepter. Seit Anfang Woche formen Sandkünstler aus der ganzen Welt auf der Arionwiese eindrückliche Kunstwerke aus dem fragilen Baustoff. Und auf dem Kabisplatz dient nächste Woche feinster Quarzsand dem grössten sportlichen Ereignis der Stadt als Spielarena. Vom 20. bis 23. August laufen wieder Schweizer und Internationale Beachvolleyball-Eliteteams auf und kämpfen um wichtige und vielleicht entscheidende Punkte. Denn Rorschach ist die zweitletzte Station in der nationalen Coop Beachtour und die letzte vor der Schweizer Meisterschaft auf dem Bundesplatz in Bern.

Bewährtes Rorschacher Konzept

Obwohl der Event in Rorschach vor zwei Jahren in die höchste Liga aufstieg, blieb er, was er immer war – ein Turnier mit starker regionaler Verankerung. Darin sieht OK-Präsident Peter Thoma auch den Grund, warum Rorschach der beliebteste der sieben Austragungsorte der Tour ist. Vergangenes Jahr kamen 30 000 Fans an den See. «Doch egal welche Kennzahl man anschaut, Rorschach schwingt immer obenaus.» Das habe der direkte Vergleich mit den bisherigen Turnieren in Zürich, Locarno, Olten, Genf und Basel deutlich gezeigt. Erstmals organisiert Peter Thoma dieses Jahr zusammen mit dem ehemaligen Beachvolleyball-Profi Michi Bleiker alle Turniere der Tour. Der Rorschacher Event findet bereits zum neunten Mal statt. Am bewährten Konzept mit dem Plauschturnier und der Mitarbeit lokaler Vereine halten die beiden fest. «Unsere dritte Säule sind die lokalen Sponsoren. Zwei Drittel unterstützen uns mit Dienstleistungen», sagt Peter Thoma. In Zürich etwa sei dies anders organisiert, da würden sich nationale Sponsoren finanziell engagieren.

Plauschturnier ausgebucht

Sportlich bietet der Rorschacher Event ebenfalls einiges. «Bei den Frauen und bei den Männern werden die besten Schweizer Teams von deutschen und niederländischen Top-Teams herausgefordert», sagt Turnierdirektor Michi Bleiker. Bei den Frauen ist aus seiner Sicht das Duo Nina Betschart/Nicole Eiholzer zu favorisieren. Sie holten diesen Sommer an den European Games in Baku die Goldmedaille und siegten auch an der Coop Beachtour in Genf. Bei den Männern sind die Vorjahressieger Mats Kovatsch und Jonas Kissling sowie das Duo Nico Beeler und Alexei Strasser gemeldet.

Während bei den Profis noch nicht alle Teams bekannt sind, gibt es fürs Plauschturnier keine Startplätze mehr. Mitte Juli sei es ausgebucht gewesen, sagt Michi Bleiker, wohl noch nie so früh.

Von lokalen Vereinen bewirtet

Für die Stimmung rund um die Courts sind wieder die fünf Vereine VBC Rorschach, Volley Goldach, ESC Rorschach, HC Goldach-Rorschach und die Eintracht Rorschach zuständig. In ihren Festbeizli servieren sie Crêpes und Hot Dogs, Fischknusperli und Schnitzelbrot oder Grilladen und Pizza.

Neuerungen gibt es bei der Infrastruktur. Die Tribüne bietet mehr Sitzplätze und die VIP-Lounge ist grösser.