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RORSCHACH: A1-Baustelle verstopft «Städtli»

Die Autobahn zwischen Rheineck und St.Margrethen wird saniert. Das freut auch die Bürger im «Städtli». Weniger toll ist, dass viele Automobilisten die A1 meiden und dadurch ein Verkehrschaos verursachen.
Rudolf Hirtl
Ein «normaler» Feierabend in Rheineck. Links der stockende Verkehr auf der A1, rechts im Bild die Kolonen, die das «Städtli» beinahe lahmlegen. (Bild: Hardy Buob)

Ein «normaler» Feierabend in Rheineck. Links der stockende Verkehr auf der A1, rechts im Bild die Kolonen, die das «Städtli» beinahe lahmlegen. (Bild: Hardy Buob)

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

Die Rheineckerinnen und Rhein­ecker brauchen derzeit starke Nerven. Vor allem jene, die Tag für Tag abends im Feierabendverkehr hängen bleiben. Aber nicht etwa auf der Autobahn A1, die im 8,3 Kilometer langen Bereich zwischen dem «Städtli» und St.Margrethen gesamterneuert wird, sondern bei den Zufahrtstrassen. Grund sind zahlreiche Verkehrsteilnehmer, die sich den stockenden Verkehr auf der Autobahn nicht antun wollen und glauben, mit der Fahrt durch Rheineck schneller an ihr Ziel zu kommen.

«Der Verkehr fliesst gleich wie das Wasser»

Das Ergebnis ist eine täglich hoffnungslos verstopfte Rhein­ecker Hauptstrasse. Wobei der Verkehr dort gänzlich zum Erliegen kommt, wenn es auf der Autobahn zu einem Unfall kommt. Rheinecks Stadtpräsident Hans Pfäffli beurteilt die aktuelle Verkehrsproblematik gelassen. «Natürlich ist es ärgerlich und störend, doch man muss das Ganze objektiv und sachlich anschauen. Die Sanierung der Autobahn ist auch in unserem Interesse. Wir sind froh, wenn endlich die Lärmschutzwände montiert werden.» Momentan sei zwar diesbezüglich noch ein Rechtsverfahren im Gange, doch sei er zuversichtlich, dieses bald bereinigen zu können. So könnten die Schutzwände noch während der Sanierung im besiedelten Gebiet angebracht werden.

Verschärft wird die Situation durch die Bauarbeiten an der Appenzellerstrasse in Thal, die seit Monaten für den Verkehr gesperrt ist. Um nach Lutzenberg zu gelangen, fahren daher die meisten Automobilisten den Umweg über Rheineck. «Jede Strasse muss einmal saniert werden. Diese Kröte müssen wir schlucken», sagt Pfäffli mit einem Schmunzeln dazu. Und fügt dann philosophisch an: «Der Verkehr ist wie Wasser. Er fliesst dorthin, wo er keinen Widerstand hat.»

Der vierspurige Autobahnabschnitt zwischen Rheineck und St.Margrethen ist seit gut 50 Jahren in Betrieb. Laut dem Bundesamt für Strassen frequentieren rund 42000 Fahrzeuge täglich die Strecke. Die Kosten für die Gesamterneuerung betragen rund 190 Millionen Franken. Die Hauptarbeiten betreffen beide Fahrtrichtungen und dauern noch bis November 2018. Neben der Erneuerung des Trassees und dem Einbau eines lärmarmen Belags stehen die Sanierung oder der Ersatz mehrerer Brücken auf dem Bauprogramm. Zudem werden Lärmschutzwände und Abwasseranlagen realisiert.

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