ROGGWIL: Mix aus Märchen und Musik

Es geht auf eine gemeinsame Reise: Mit der Erzählung «Unterwegs» öffnet Françoise Podolski-Sottini ihren Märlispycher für Erwachsene. Das Klangkino begleitet gefühlvoll durch das Stück.

Sabine Schifferdecker
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Dominik Meier und Françoise Podolski-Sottini. (Bild: Sabine Schifferdecker)

Dominik Meier und Françoise Podolski-Sottini. (Bild: Sabine Schifferdecker)

Frau Podolski-Sottini, Märchen und Musik für Erwachsene – was erwartet die Besucher?

Françoise Podolski-Sottini: Die Besucher geniessen eine Reise mit den Helden der Märchen. Diese sind lange unterwegs, bis sie auf eine Erkenntnis stossen und ankommen.

Herr Meier, Sie sind einer der vier Musiker des «Klangkinos». Die Gruppe spielt vor allem in der Natur. Was verbindet Sie mit dem Märchen?

Dominik Meier: Vor einiger Zeit habe ich Françoise Geschichten erzählen hören, und mir ging die Frage nicht mehr aus dem Kopf, ob wir nicht etwas zusammen machen könnten. Schliesslich haben wir uns getroffen und alle haben festgestellt, dass es funktioniert. Ich habe sofort gewusst, welche Musikstücke passen. Die Ebene Musik nimmt die Stimmung des Erzählten auf und lässt sie nachklingen.

Sie stehen meistens alleine auf der Bühne. Was ist für Sie in diesem Projekt anders?

Podolski-Sottini: Es ist etwas Neues für mich. Ich habe daf­- ür ein Märchenbouquet mit unbekannten Volksmärchen aus meinem Märlispycher zusammengestellt. Musik und Mär­-chen haben beide ihr Gewicht. Durch das Arrangement ent­- steht die Verbindung. Die Musik unterstützt mich beim Vor­- trag. Während sie ein Märli ausklingen lässt, kann ich mich innerlich auf das nächste ein­stimmen.

Wie sind Sie auf den Namen «Klangkino» gekommen?

Meier: Ursprünglich haben wir uns «Landschaftskino» genannt, da wir immer draussen unterwegs waren. Unsere Musik ist inspiriert von der Natur – und auch sie erzählt Geschichten. Mit der Zeit wollten wir mehr Öffnung auch im Namen, da wir an verschiedenen Orten spielen und eine Entwicklung durchgemacht haben. Wir Musiker bringen ganz unterschiedliche Stilrichtungen mit: von Jazz über Rock, Soul, Blues bis hin zur Klassik. So entschieden wir uns für Klang und Kino. Kino steht für Bilder, Geschichten, Emotionen.

Geht Ihre gemeinsame Reise weiter?

Meier: Ja, nach dem Start am 11. März wird es weitere Vorführungen geben. Wir sind hierfür im Gespräch mit Veranstaltern. Podolski-Sottini: Da ich in Roggwil aufgewachsen bin, freue ich mich sehr darauf, wieder mal im Schloss Roggwil Gast sein zu dürfen. Die wunderbare Atmosphäre ist ideal für unseren Anlass mit Märchen und Musik.

Sabine Schifferdecker

redaktiongo@tagblatt.ch

«Unterwegs» am 11. März um 19.30 Uhr im Schloss Roggwil. Barbetrieb und Abendkasse ab 18.30 Uhr. www.dasklangkino.ch.