Robocop im Dienst der Kantonspolizei

Zukunftsalarm bei der St. Galler Kantonspolizei! Laut einer Medienmitteilung müssen die Polizisten künftig mit einer Enterprise-Mobility-Management-Plattform (EMM) auf Patrouille. Und zwar auf Citrix-XenMobile-Basis. Nichts verstanden? Wir auch nicht.

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Zukunftsalarm bei der St. Galler Kantonspolizei! Laut einer Medienmitteilung müssen die Polizisten künftig mit einer Enterprise-Mobility-Management-Plattform (EMM) auf Patrouille. Und zwar auf Citrix-XenMobile-Basis. Nichts verstanden? Wir auch nicht.

Jedenfalls soll damit alles irgendwie mobiler werden. Mit der neuen Technik sei das Korps nämlich «bereit für den sicheren Einsatz aller erdenklichen Mobile-Lösungen», raunt uns die Medienmitteilung entgegen. Und weiter: «Mit dem Einsatz mobiler Technologien erhöht die Kantonspolizei St. Gallen die Effizienz ihrer Mitarbeitenden.» Die Polizistinnen und Polizisten würden dafür sogar mit Smartphones ausgerüstet.

Das lässt zwei Schlüsse zu. Erstens: Die Kapo hat in Sachen Effizienz noch Luft nach oben. Was einigermassen beunruhigend ist. Zweitens: Die Beamten hatte bis jetzt keine Smartphones. Sie waren also technisch schlechter dran als jeder Handtaschendieb. Was noch beunruhigender ist.

Mit EMM soll nun also alles besser werden. Bis Ende 2016 sollen diverse Apps entwickelt und eingeführt werden. «Das ist selbstverständlich erst der Anfang», kündigt Polizeikommandant Bruno Zanga in einem eigens zum Projekt erstellten Video an. «Wir werden unseren Polizistinnen und Polizisten laufend weitere Anwendungen zur Verfügung stellen, die ihnen das Leben im Einsatz erleichtern.»

Science-Fiction-Fans fühlen sich unweigerlich an das computergestützte Gedächtnis von Polizist Alex J. Murphy aus der Hollywood-Satire «Robocop» von 1987 erinnert. Der hatte zwar kein Smartphone, aber auch eine Art EMM. Inklusive diverser Fehlfunktionen. (ar)