Risse in Büros der Olma Messen

Diese Woche sind Spannungsrisse in Bürowänden der Olma Messen entstanden, die sich in der Halle 1 befinden. Die Mitarbeiter mussten aus Sicherheitsgründen ihre Zimmer räumen. Ingenieure und Statiker klären jetzt die Ursachen.

Katharina Brenner
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Hier ist der Rahmen einer Verglasung beschädigt. (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi ))

Hier ist der Rahmen einer Verglasung beschädigt. (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi ))

Einige Mitarbeiter hätten am Montag ein Geräusch gehört, als würde plötzlich etwas auseinander gerissen, sagt Andreas Hotz, Abteilungsleiter Gestaltung und Betrieb der Olma Messen St. Gallen. Sie befanden sich in den Büroräumen der Olma-Messen, die in einem Teil der Halle 1 im Osten des Messegeländes untergebracht sind. Später sollte sich herausstellen, dass der Grund für das Geräusch Spannungsrisse in den Metallkonstruktionen von Verglasungen und in der gemauerten Wand waren. Die Aussenwände des Gebäudes sind davon nicht betroffen. Es handle sich rein um Innenwände, hauptsächlich um Glaswände zu den Sitzungsräumen hin, sagt Hotz.

Am Freitagmorgen informierten die Olma Messen in einer Medienmitteilung über den Vorfall. Als Sofortmassnahme und aus Sicherheitsgründen wurden die Büroräume am Montag vorübergehend geschlossen. Rund 40 Arbeitsplätze seien davon betroffen gewesen, sagt Hotz, allerdings nicht so viele Mitarbeiter. Denn einige würden sich zu diesem Zeitpunkt in den Ferien befinden, andere hätten die restliche Woche von Zuhause aus arbeiten können. Für die anderen Mitarbeiter wurden Ersatzbüros auf dem Olma-Areal eingerichtet.

Mögliche Senkung des Bodens

Ingenieure und Statiker überprüfen derzeit die Ursachen für die Spannungsrisse. Gemäss den ersten Eindrücken könnte ein Grund sein, dass sich eine Stütze in der Halle in den vergangenen Jahren um zwei oder drei Zentimeter gesenkt haben könnte, sagt Hotz. Die Experten würden klären, ob es mit der Zeit zu Unebenheiten im Boden gekommen sei, womöglich weil sich der Grund leicht gesenkt habe.

Um die Spannungsrisse zu analysieren, stellten die Ingenieure und Statiker zunächst die Decke unter den Büroräumen frei. Als Sicherheitsmassnahme wurden gemäss Mitteilung betroffene Stahlträger in diesem Bereich mit Stützpfeilern abgesichert. Mit Ergebnissen der Ingenieure und Statiker sei in den kommenden zwei bis drei Tagen zu rechnen, sagt Hotz.

Glasscheiben werden ersetzt

Die ersten Sanierungen der beschädigten Wände haben bereits im Lauf der Woche begonnen. Die ersten Gläser seien bereits ersetzt worden, sagt Hotz. Es handle sich im allgemeinen um keine grosse Sanierung. Insgesamt müssten etwa 20 Glasscheiben mit einer Fläche von je einem Quadratmeter ersetzt werden.

Zu den Kosten der Sanierung könne er zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen. Mit den Gutachten der Experten würden sie sich aber bestimmt auf mehrere Zehntausend Franken belaufen, sagt Hotz.

Erste Mitarbeiter zurückgekehrt

Ein Teil der Mitarbeiter konnte bereits am Donnerstagmorgen wieder an ihre eigentlichen Arbeitsplätze zurückkehren. Die restlichen Mitarbeiter sollen bis Mitte nächster Woche folgen. «Die Lage in den Büroräumen ist überhaupt nicht dramatisch», sagt Hotz.

Der Messebetrieb in der Halle 1 sei durch die Spannungsrisse in den Büroräumen nicht beeinträchtigt, sagt Hotz. Die Halle 1 der Olma Messen war 1980 gebaut worden als Ersatz für Holzhallen, welche dem Nationalstrassenbau weichen mussten. Zehn Jahre später wurden die Büroräume eingebaut.

Die Verwaltung der Olma Messen ist in Büroräumen in der Halle 1 untergebracht. (Bilder: Ralph Ribi)

Die Verwaltung der Olma Messen ist in Büroräumen in der Halle 1 untergebracht. (Bilder: Ralph Ribi)