«Risiko hat sich verringert»

Aufgrund des Kooperationsvertrags mit der Swisscom zieht die Stadt vier statt wie ursprünglich vorgesehen eine Glasfaser in die Häuser ein. Die Swisscom kann gegen eine nicht gegen aussen kommunizierte finanzielle Gegenleistung bis zu zwei Fasern nutzen.

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Aufgrund des Kooperationsvertrags mit der Swisscom zieht die Stadt vier statt wie ursprünglich vorgesehen eine Glasfaser in die Häuser ein. Die Swisscom kann gegen eine nicht gegen aussen kommunizierte finanzielle Gegenleistung bis zu zwei Fasern nutzen. Diese Situation nahm SP-Stadtparlamentarierin Bettina Surber zum Anlass einer Einfachen Anfrage.

Sie wollte dabei wissen, ob die Stadt ihr selbst gestecktes Finanzierungsziel noch erreichen könne und welche Veränderungen es aufgrund des Kooperationsvertrags gebe. Sie wollte zudem wissen, ob die Swisscom die ihr zur Verfügung stehenden Fasern an andere Anbieter vermieten könne – womit sie eine Infrastruktur-Konkurrentin zur Stadt würde.

Aus der Antwort der Stadt spricht Selbstbewusstsein. Aufgrund des «substanziellen finanziellen Beitrags» der Swisscom habe sich ihr «Investitionsrisiko stark verringert». Das Finanzierungsziel bleibe «praktisch unverändert». Zwar sieht man finanzielle Einbussen, weil wegen der Swisscom weniger Kunden die Fasern der Stadt nutzen würden. Dies werde aber durch den Finanzierungsanteil der Swisscom kompensiert. Sie darf zudem ihre Fasern nur zum Eigengebrauch nutzen und nicht an Dritte vermieten. Mit der Einigung habe weiter der Bau eines parallelen zweiten Netzes verhindert werden können. (kl)