Ringen um Schulraum

Morgen trifft sich das Gossauer Stadtparlament zur zweiten Sitzung in diesem Jahr. Traktandiert ist auch die Sanierung und Erweiterung des OZ Rosenau.

Johannes Wey
Drucken
Teilen

GOSSAU. Die Jahresrechnung, der Baukredit für das Oberstufenzentrum Rosenau und verschiedene Vorstösse werden das Gossauer Stadtparlament morgen Dienstag beschäftigen. Die zweite Parlamentssitzung des Jahres findet um 18 Uhr im Fürstenlandsaal statt und ist öffentlich.

Sparen im Keller?

Ein gewichtiges Traktandum ist der Baukredit für die Erneuerung und Erweiterung des Oberstufenzentrums Rosenau. Im Dezember 2014 hatte der Stadtrat dafür einen Kreditantrag über 11,3 Millionen Franken formuliert. Die Baukommission ist der Meinung, dass es bei verschiedenen Positionen Einsparmöglichkeiten gibt und beantragt dem Parlament daher knapp 10,2 Millionen. Grösstes Sparpotenzial ortet die Baukommission darin, einen Mehrzweckraum im Untergeschoss nicht auszubauen und das Schulmobiliar zu reduzieren. Zusammen entsprechen diese Posten 665 000 Franken. Während der Stadtrat mit der Reduktion des Mobiliars einverstanden ist, möchte er am Ausbau im Untergeschoss für 365 000 Franken festhalten. «Bei einem Verzicht könnte das Schulhaus weiterhin nicht in seiner ganzen Einheit genutzt werden», schreibt er. Der neue Raum würde vielfältigen Nutzungen, möglicherweise auch ausserschulische, erlauben. Ebenfalls festhalten möchte der Stadtrat an der Verlängerung des westlichen Treppenhauses ins Untergeschoss. Mit den übrigen sechs Sparvorschlägen ist der Stadtrat einverstanden.

Ein weiterer Baukredit soll für die Strassensanierung, die Erneuerung der Werkleitungen und den Ausbau des Durchlasses Bädlibach gesprochen werden. Stadtrat und Baukommission beantragen dafür gut 1,2 Millionen Franken. Ebenfalls ein Traktandum ist der zweite Nachtrag zum Polizeireglement.

Zahlreiche Vorstösse

Des weiteren stehen nebst einer Motion zum Energiefondsreglement (Ausgabe vom Freitag) und einer Interpellation zum Waffenplatz (Ausgabe vom Samstag) weitere parlamentarischer Vorstösse auf der Traktandenliste. Die Motion «Stärkung der parlamentarischen Rechte bei Richtplänen, Sondernutzungsplänen und Planungszonen» von SVP-Fraktionspräsident Roland Seiler will der Stadtrat aufgreifen und dafür in ein Postulat umwandeln lassen. Florian Koblers (SP) Postulat zur Parkplatzbewirtschaftung soll gemäss Stadtrat hingegen nicht für erheblich erklärt werden.

Aktuelle Nachrichten