Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Riethüsli hadert mit Bauexperten

Eigentlich sind alle für ein Alterswohnheim im Riethüsli. Dennoch kommt das Projekt seit neun Jahren nicht voran. Zu reden gibt jetzt der Standort – eine als Grünzone geschützte Wiese. Experten halten sie für ungeeignet.
Sebastian Schneider
Geschützte Grünzone: Für den allfälligen Bau eines Alterswohnheims im Riethüsli muss die Wiese gegenüber der Gewerbeschule umgezont werden. Die Riethüsli-Bewohner halten die Grünfläche für den idealen Standort – Bauexperten sehen das anders. (Bild: Urs Bucher)

Geschützte Grünzone: Für den allfälligen Bau eines Alterswohnheims im Riethüsli muss die Wiese gegenüber der Gewerbeschule umgezont werden. Die Riethüsli-Bewohner halten die Grünfläche für den idealen Standort – Bauexperten sehen das anders. (Bild: Urs Bucher)

Der Präsident ist aufgebracht. An der Hauptversammlung des Quartiervereins Riethüsli am 10. Mai teilt Hannes Kundert die Neuigkeiten zum geplanten Alterswohnheim mit: «Die Stadt möchte nicht, dass die Wiese gegenüber der Gewerbeschule überbaut wird.» Kunderts Bedauern ist gross, schliesslich kämpfe man schon seit bald zehn Jahren für ein Alterswohnheim (Kasten). Der an der Hauptversammlung anwesende Stadtrat Fredy Brunner versucht die Gemüter etwas zu beruhigen und sagt, dass das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen sei.

Projekt noch nicht gescheitert

Tatsächlich ist noch nichts entschieden. Die Stadtregierung hat sich zum neuen Projektvorschlag, der von der christlichen Bauwohngenossenschaft eingereicht wurde, noch nicht geäussert. Der Fall wurde von einem Sachverständigerrat, einem dreiköpfigen Gremium aus Bauexperten, beurteilt. Dieser sieht die als Grünzone geschützte Wiese gegenüber der Gewerbeschule nicht als geeigneten Standort. Fredi Kömme, Bausekretär der Stadt St. Gallen, kann die Aufregung nicht ganz verstehen: «Dieser Rat handelt unabhängig vom Stadtrat, seine Empfehlungen sind unverbindlich», erklärt er.

Bauherr bleibt zurückhaltend

Dennoch ist die Lage angespannt. Fabian Koch, Präsident der christlichen Bauwohngenossenschaft, möchte sich zur Sache noch nicht äussern. Denn es stehen Verhandlungen mit der Stadt an. Diese sollen im Vorfeld nicht beeinflusst werden. Ausserdem möchte er den Riethüslern keine falschen Hoffnungen machen.

Gewogenheit von allen Seiten

Grundsätzlich äussern alle Beteiligten Wohlwollen gegenüber dem Vorhaben. Auch der Stadtrat sei für ein Alterswohnheim im Riethüsli, wie Fredi Kömme auf Anfrage nochmals bestätigt. Gegen eine allfällige Umzonung der Wiese in eine öffentliche Bauzone hat nicht einmal der Naturschutzverein Einwände (Ausgabe vom 2. Mai 2009). Genau deshalb ist das «Urteil» des Sachverständigerrates für viele unverständlich. Die Präsidentin der Expertengruppe, Architektin Gundula Zach, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Aus Sicht des Quartiervereinspräsidenten Kundert jedenfalls könnte der Standort idealer nicht sein. Auch von den Quartierbewohnern habe er keine einzige kritische Stimme gehört. Vorderhand müssen sich die Riethüsler weiterhin in Geduld üben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.