RIETHÜSLI: Alterszentrum rückt wieder näher

Das kantonale Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Alterszentrum im Riethüsli abgewiesen. An der Hauptversammlung des Quartiervereins nahm man diese Nachricht erfreut zur Kenntnis.

Luca Ghiselli
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Geht es nach dem Quartierverein, sollen auf der Wiese an der Demutstrasse bald die Bagger auffahren. (Bild: Urs Bucher (19. Juni 2014))

Geht es nach dem Quartierverein, sollen auf der Wiese an der Demutstrasse bald die Bagger auffahren. (Bild: Urs Bucher (19. Juni 2014))

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Für viele Mitglieder des Quartiervereins Riethüsli war es die erfreulichste Nachricht des Abends: Präsident Hannes Kundert verkündete gleich zu Beginn der Hauptversammlung am Donnerstagabend, dass das kantonale Verwaltungsgericht die Beschwerde gegen das geplante Alterszentrum an der Demutstrasse abgewiesen habe. «Viele Quartierbewohner warten auf das Zentrum», sagte Kundert. Deshalb sei es erfreulich, dass die Pläne dafür nun eine weitere, entscheidende Hürde genommen hätten. Dereinst sollen auf der Wiese zwischen Demut- und Nestrasse 27 Alterswohnungen entstehen.

Bauherrin ist die Christlichsoziale Wohnbaugenossenschaft, der Quartierverein hat das Projekt von Anfang an begleitet und unterstützt. Bis die Bagger im Riethüsli auffahren, muss noch die 30-tägige Rekursfrist abgewartet werden. Entscheidet sich der private Beschwerdeführer innert dieser Frist für einen Gang ans Bundesgericht, verzögert sich die Umsetzung des Projekts weiter. «Wir hoffen, dass das nicht der Fall sein wird», sagte Kundert. Im Anschluss ergriff Ueli Albrecht, Sohn des Beschwerdeführers, das Wort. Die Enttäuschung über den Entscheid des Verwaltungsgerichts sei gross, sagte er. Er hoffe, dass die Stadt nun als Mitverantwortliche die Zügel in die Hand nehme und Verantwortung trage. Ob die Beschwerde ans Bundesgericht weitergezogen wird, sagte Albrecht nicht.Die statuarischen Traktanden wurden an der Hauptversammlung des Quartiervereins Riethüsli zügig abgehandelt. Im Vorstand gab es zwei Rücktritte zu verzeichnen: Jürg Bernegger trat nach neun Jahren als Kassier zurück und wird durch Chris Verhagen ersetzt. Auf den Beisitzer Hansueli Bützberger folgt Philipp Romanin, und Karin Quaile stösst als Leiterin der Betriebsgruppe des Quartiertreffs «Nestpunkt» neu zum Vorstand hinzu. Der Quartiertreff wurde im Januar eröffnet und sei gut angekommen, berichtete Quaile. «Es wäre allerdings schön, wenn noch mehr Leute kämen», sagte sie.

Zu reden gab neben dem geplanten Alterszentrum und dem «Nestpunkt» auch die Verkehrssituation. Vorderhand freue man sich nun auf die Fertigstellung des Ruckhaldetunnels, dennoch gebe es noch Handlungsbedarf, sagte Hannes Kundert und meinte damit die geplante Teilspange vom Güterbahnhof in die Liebegg.

Quartier weiter vom Verkehr entlasten

«Das Geld ist im Verkehrsfonds des Bundes vorhanden. Die Frage ist nur, wer schneller ist: Zürich, Basel, Lausanne oder wir.» Man wolle nicht, dass es gleich komme wie bei der Sanierung des Schulhauses Riethüsli. «Dort wurden Feldli und St. Leonhard vorgezogen, weil unser Projekt noch nicht bereit war», sagte Kundert. Nun gelte es, auf politischer Ebene den Worten Taten folgen zu lassen, damit das Riethüsliquartier endlich dauerhaft vom Durchgangsverkehr entlastet werden könne.