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Riethüsler sind ernüchtert

Ein Strassentunnel von der Liebegg bis in die Innenstadt: Das ist der Wunsch vieler Riethüsler. Ein nicht ganz einfach – und schnell – zu erfüllender, wie sich am Donnerstagabend gezeigt hat.
Malolo Kessler
Verkehr im Quartier ist schon lange ein Problem für die Riethüsler. (Archivbild: Ralph Ribi)

Verkehr im Quartier ist schon lange ein Problem für die Riethüsler. (Archivbild: Ralph Ribi)

Einige schütteln den Kopf. Andere schauen ungläubig, erstaunt. Für einen Moment herrscht am Donnerstagabend an der Mitgliederversammlung des Quartiervereins Riethüsli im Riethüsli-Treff Ernüchterung. Der Grund: die Ausführungen von Kantonsingenieur Urs Kost.

Gute Idee, wenig Chancen

Er ist gekommen, um über die Rahmenbedingungen zu referieren, die im Kanton St. Gallen erfüllt sein müssen, damit ein Strassentunnel finanziert wird. Einen solchen, von der Liebegg bis in die Innenstadt, wünschen sich viele Riethüsler. Die Idee dazu hatte vor etwas mehr als einem Jahr der Teufner Mathias Schreiner. Daraufhin entschied der Quartierverein Riethüsli, eine Petition für die Idee einzureichen. Ein Jahr später scheint für die Riethüsler jedoch ein Licht am Ende des Tunnels noch in weiter Ferne. Zwar bezeichnet Kost – der im Quartier wohnt, aber klar betont, er spreche nicht als Riethüsler, sondern als Kantonsingenieur – die Idee als gut. Sie habe aber wenig Chancen auf eine Realisierung. Es gebe «Hürden noch und nöcher». Und selbst wenn diese genommen seien, dauere die Realisierung eines solchen Projekts 10 bis 15 Jahre. Wolle man das Projekt wirklich, müsse man die Stadt dafür gewinnen und sich weiter dafür engagieren.

«Spricht nicht alles gegen uns»

Nicht allzu sehr entmutigen von diesen Aussagen lässt sich an diesem Abend Quartiervereinspräsident Hannes Kundert. «Es spricht nicht alles gegen uns», versucht er die Mitglieder zu ermuntern. Man müsse jetzt einfach weiter Unterschriften für die Petition für den Tunnel sammeln. Bis Ende 2010 haben laut dem Quartiervereinspräsidenten rund 1500 Personen unterschrieben. Die Petition soll in den nächsten Wochen eingereicht werden. Würde ein Strassentunnel realisiert, könnte die Appenzeller Bahn auf dieser Strecke durch Busse ersetzt werden. Dies zumindest die Idee des Teufners Schreier. Kundert plädiert aber einmal mehr dafür, dass die Tunnelidee losgelöst von der Durchmesserlinie zu betrachten sei. Und, dass man sich für beides einsetzen solle. «Wir sind nicht gegen die Durchmesserlinie.»

In der anschliessenden Diskussion äussern sich – wohl immer noch etwas erschlagen – nicht viele Mitglieder zum Thema. Ein Quartierbewohner sagt, man solle die Taube auf dem Dach – den Strassentunnel also – fliegen lassen. Und stattdessen den Spatz in der Hand nehmen: die Durchmesserlinie.

Riethüsli weltweit

Aus der Flughöhe von Spatzen und Tauben lässt sich seit kurzem auch das Quartier betrachten: Auf dem Dach der Gewerbeschule wurde eine Webcam installiert. Die Bilder sind live auf www.riet hüsli.ch zu sehen. «So kann die ganze Welt ins Riethüsli blicken», sagt Webmaster Erich Gmünder. Und: Die Kamera ist mobil – so soll etwa das Riethüsler Seifenkistenrennen vom kommenden Sonntag live übertragen werden.

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