Riesige Oldtimersammlung

Liebhaber und Sammler alter Autos treffen sich morgen zur Oldtimermesse. Für die eine oder andere Überraschung ist gesorgt: Viele Teilnehmer reisen mit ihrem eigenen Oldtimer an.

Ruth Frischknecht
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Die Oldtimermesse ist zu einem Treffpunkt für Sammler und Liebhaber geworden. In «Benzingesprächen» tauschen sich die Besitzer aus. (Archivbild: Urs Bucher)

Die Oldtimermesse ist zu einem Treffpunkt für Sammler und Liebhaber geworden. In «Benzingesprächen» tauschen sich die Besitzer aus. (Archivbild: Urs Bucher)

Morgen Sonntag verwandelt sich die Arena auf dem Olma-Areal in einen Parkplatz der besonderen Art: Liebhaber und Besitzer von Autos aus längst vergangenen Zeiten treffen sich von 9 bis 17 Uhr in den Hallen 1, 1.1 und 3 zur elften Oldtimermesse. Zwischen 4500 und 5000 Besucher erwarten die Organisatoren. Fans und Autobesitzer aus der Schweiz, Deutschland und Österreich reisen an – meist mit ihren eigenen alten Autos. «In der Arena entsteht jeweils eine riesige Oldtimersammlung», sagt Peter Hürlimann, der zusammen mit seiner Frau Regula die Messe organisiert.

Verschiedene Seltenheiten

Eine Sonderausstellung ist dem Citroën Traction Avant gewidmet, «dem klassischen Gangsterauto», wie Hürlimann es beschreibt. Das Modell wurde zwischen 1934 und 1957 in unterschiedlichen Ausführungen produziert. Auch Autos neueren Baujahres sind an der Messe ausgestellt. In der Schweiz gelten Autos ab 30 Jahren als Oldtimer – also Autos die 1985 oder früher produziert wurden. «Bei meinen Söhnen stelle ich fest, dass sie sich weniger für Autos aus den 1930er-Jahren, dafür umso mehr für solche aus den 1970er-Jahren interessieren», sagt Hürlimann. Auch Youngtimer – Autos, die noch keine Oldtimer sind, aber bereits Kultstatus besitzen – werden gezeigt. «Junge Oldtimer und andere Autos auszustellen, dient der Nachwuchsförderung.»

Ein Rundum-Paket bieten

Längst werden nicht mehr nur ganze Autos ausgestellt. «Wir möchten mit der Oldtimermesse ein Rundum-Paket bieten. Das heisst, dass alles, was Besitzer eines alten Autos brauchen können, an der Messe angeboten beziehungsweise vertreten ist», sagt Hürlimann. Ein Sattler, der die Ledersitze restaurieren kann, wird ebenso vor Ort sein wie Spezialisten für alte Motoren oder eine Versicherung, die Lösungen für Besitzer von Oldtimern anbietet. «An einem Stand werden Kleider verkauft. Sich passend zum Stil des Autos zu kleiden, ist in den letzten Jahren zu einem Trend geworden.» Begehrt seien auch die Ersatzteile. «Ein Ersatzteil für einen in den 1930er-Jahren gebauten Motor zu finden, ist für manchen Oldtimer-Besitzer fast wie Weihnachten.»

Ein Treffpunkt der Szene

Nicht nur Materielles wird an der Veranstaltung gehandelt – auch Ratschläge oder Erfahrungen tauschen sowohl Mechaniker als auch Besitzer untereinander aus. Viele kämen, um sich über die eigenen Fahrzeuge zu unterhalten, um «Benzingespräche» zu führen, wie Peter Hürlimann es nennt. Zudem sei die Oldtimermesse zu einem Treffpunkt der Szene geworden.