Richtiges und falsches Altpapiersammeln

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Immer wieder wird das Altpapier in einer Papiertragtasche entsorgt. Zum Ärger der Entsorgung Stadt St. Gallen, die daher wieder einmal eine Mitteilung veröffentlicht hat, wie man das Altpapier richtig entsorgt. Der Name «Papiertasche» trüge, schreibt die Stadt. Denn Papiertragtaschen gelten bei Papierrecyclern als Karton. Für eine sortenreine Papiersammlung in der Stadt St. Gallen sind Tragtaschen deshalb ungeeignet. Praktisch alle Papiertragtaschen aus dem Detailhandel, welche Gewichte von mehreren Kilogramm aushalten müssen, enthalten verstärkende Nassreissfestmittel. Diese sind durchaus berechtigt. Denn ohne diese würde eine feuchte Tragtasche nicht lange halten. Diese Mittel können aber beim Recycling-Prozess nicht aufgelöst werden. Daher sollten die Taschen nicht der Papiersammlung zugefügt werden. Die beste Bereitstellungsmethode für Altpapier bleibe nach wie vor das mit Schnur gebundene Papierbündel.

Ein weiteres Ärgernis seien die versteckten Abfälle, die in den Tragtaschen zwischen das Altpapier geschummelt werden. Auch diese Abfälle beeinträchtigen den Aufbereitungsprozess negativ. Durch Regen nassgewordene Tragtaschen erschweren zudem die Sammlung, da die Tragtaschen beim Anheben oft reissen. Das Altpapier landet dann anstatt im Sammelfahrzeug auf der Strasse und muss dann von Hand zusammengeklaubt werden. Für die optimale Sammlung und Verwertung des Altpapiers müsse das Papier mit einer Schnur gebündelt und ohne Fremdstoffe zur Sammlung gegeben werden.

Wie die Stadt schreibt, eignen sich die Papiertragtaschen hingegen für das Kartonrecycling. Sie können zusammengefaltet und gebündelt der Kartonsammlung mitgegeben werden. (pd)