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RHESI: Vom Graben zum Wildbach

Die wesentlichen Elemente über die Ausgestaltung des geplanten Projektes Rhesi liegen vor. Kürzlich informierte Projektleiter Markus Mähr an Werkstattgesprächen über den Stand der Planung und präsentierte Visualisierungen des Rheins mit und ohne Ausbau.
Kurt Latzer
Das könnte sich mit Rhesi gewaltig ändern, auch zugunsten der Natur. (Bilder: pd)

Das könnte sich mit Rhesi gewaltig ändern, auch zugunsten der Natur. (Bilder: pd)

Kurt Latzer

Bis Ende Jahr soll das «Generelle Projekt» zur Umsetzung von Rhesi vorliegen. Eine sogenannte Lupenplanung habe Details möglicher Verschiebungen der Aussendämme geprüft. «Die Dammabrückung in Diepoldsau wird aufgrund der schwierigen Untergrundverhältnisse nicht weiter verfolgt», heisst es im Bericht. Was heisst schwierige Verhältnisse? «Der Untergrund ist in Diepoldsau sehr torfhaltig. Bereits beim Bau des Hochwasserdammes hatte man immer wieder mit Senkungen zu kämpfen», sagt Leo Anrig, Mitarbeiter der Internationalen Rheinregulierung (IRR). Die Untersuchungen hätten ergeben, dass in Diepolds­au innerhalb der Hochwasserdämme für naturfördernde Massnahmen genug Platz ist, wenn alle heute geplanten Massnahmen umgesetzt werden können. Dazu zählt auch der Abschnitt bei Kriessern, wo innerhalb der Hochwasserdämme ein zusätzlicher Trittstein für die Natur möglich wäre.

Trinkwasserplanung noch in Arbeit

An der Trinkwasserplanung werde in Abstimmung mit den Gemeinden und Verbänden intensiv gearbeitet. «Auf beiden Seiten des Flusses werden Möglichkeiten für Brunnenverschiebungen und Ersatzwasserbeschaffung untersucht», heisst es im Bericht. In Vorarlberg beispielsweise werden neue Brunnen in Matschels mit Verbindungsleitungen geplant, um die Ersatzwasserversorgung zu sichern», heisst es im Bericht.

Was ist mit den sogenannten Viscose-Brunnen? Hat man für die Brunnen Ersatz gefunden oder bleiben die Grundwasserfassungen dort, wo sie heute sind? Leo Anrig: «Man ist mit dem Wasserwerk Mittelrheintal dabei, mögliche Ersatzstandorte zu finden, um dem Fluss eine möglichst grosse Breite zu geben.» Allenfalls könne man die ein wenig wild verstreut liegenden Brunnen anders anordnen. «Das mit dem Trinkwasser muss man sehr genau abklären, damit die Versorgung auch im Störfall problemlos ist», sagt Leo Anrig. Möglicherweise seien weitere Messungen oder Bohrungen nötig.

Bodenverbesserungen sind nötig

Je weiter man mit der Planung ist, desto genauer wird die Flächenbilanz. Darin listet man auf, wie viel Fläche in Zukunft für welche Nutzung zur Verfügung stehen wird. Die Übergangsbereiche zum Gewässer werden im Vergleich zur heutigen Situation ­vergrössert und ergeben zusätzlichen Lebens- und Naherholungsraum. «Angesichts dieser Vorteile relativiert sich die Verhältnismässigkeit der unausweichlichen Beanspruchung von landwirtschaftlich genutztem Land», ist im Bericht zu lesen. Die Rhesi-Verantwortlichen versuchen, akzeptable Lösungen für Härtefälle zu finden, und den betroffenen Landwirten eine Kompensation durch Bodenverbesserungen ausserhalb der Rheindämme anzubieten.

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