RHEINECK: Viel Neues schaffen

Die Stadt hat mit der Firma RLC Invest AG einen bedingten Kaufvertrag für das Theresienheim- Grundstück abgeschlossen – zugunsten einer Arealentwicklung, die eine Hektare oder sogar mehr umfassen kann.

Gert Bruderer
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Der Boden beim abgebrochenen Theresienheim wird nicht für ein Feuerwehrdepot benötigt. (Bild: Archiv/Gert Bruderer)

Der Boden beim abgebrochenen Theresienheim wird nicht für ein Feuerwehrdepot benötigt. (Bild: Archiv/Gert Bruderer)

Gert Bruderer

redaktionot@tagblatt.ch

Das ganze Gebiet zwischen Rorschacher- und Bahnhofstrasse erachtet die Stadt Rheineck als grosse Chance für die Gemeinde. Ganz im Sinne des neuen Raumplanungsgesetzes könnte hier – an sehr guter Lage – viel Neues entstehen. Stadtpräsident Hans Pfäffli sagt, der Stadtrat sei daher mit Begeisterung dabei.

Der Blick ist derzeit auf drei zusammenhängende Grundstücke gerichtet. Ein erstes hat die Firma RLC von Privaten kaufen können – rund 1800 Quadratmeter. Das zweite Grundstück ist jenes, das die Stadt der Firma RLC gemäss bedingtem Kaufvertrag zu überlassen bereit ist. Hinzu kommen weitere 4000 Quadratmeter, die der Stadt gehören. Der Stadtrat könne sich vorstellen, diese ebenfalls einzubringen.

Depot steht nun nicht in Rheineck

Auf welche Fläche die Gebietsentwicklung sich letztlich beziehen wird, ist offen. Denkbar ist, dass sich noch weiteres angrenzendes Land erwerben und vielleicht sogar noch grossflächiger planen lässt. Das Land, auf dem das Theresienheim stand, hatte die Stadt nicht zuletzt für ein allenfalls neues Depot der fusionierten Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg für 875 000 Franken erworben. Weil das ­Depot sich nun jedoch auf dem Arena-Areal in Thal befindet, ist der Boden in Rheineck frei für ­anderes.

Das Theresienheim wurde im Frühjahr abgebrochen. Das Grundstück, auf dem es stand, liegt heute in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Die Stadt, die den Hausabbruch zu bezahlen hatte, überlässt der RLC Invest AG die gut 2700 Quadratmeter für 995 000 Franken, wobei eine spätere allfällige Abweichung der üblichen Marktpreise von mindestens fünf Prozent (nach oben oder unten) noch eine Anpassung zur Folge haben könnte. Auf dem zusätzlichen Land, das die Stadt eventuell unter gleichen Bedingungen zugunsten einer interessanten Arealentwicklung einbringen wird, steht heute der Werkhof-Schopf. Dieser wird geleert und das Werkhof-Magazin ins Feuerwehrdepot gezügelt, so dass der Schopf sich abbrechen lässt.

Das ganze Areal, dessen Entwicklung angestrebt wird, liegt in unmittelbarer Zentrumsnähe und somit nahe bei Bahn- und Bushof. Auch städtebaulich, sagt Hans Pfäffli, eröffne das Gebiet eine erstklassige Chance.