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RHEINECK: Strom fliesst über Kabelbrücke

Wegen eines Defekts an einem erdverlegten Hochspannungskabel müssen die Leitungen vorübergehend mit einer Brücke überführt werden. Ein Brand am Kabel sorgte im Industriegebiet sogar für einen Stromausfall.
Die provisorische Leitung führt über die Thalerstrasse, entlang von Biberhölzliweg und Waisenhausweg bis zur Turnhalle. (Bild: Stadt Rheineck)

Die provisorische Leitung führt über die Thalerstrasse, entlang von Biberhölzliweg und Waisenhausweg bis zur Turnhalle. (Bild: Stadt Rheineck)

Das Elektrizitätswerk Rheineck musste am Morgen vom 30. März einen groben Kabelschaden im Hauptversorgungsnetz zur Kenntnis nehmen, das teilt die Stadt Rheineck mit. Diverse Industrie- und Gewerbebetriebe sowie viele Haushaltungen blieben während etwa einer halben Stunde ohne Stromversorgung. Wie sich herausgestellt hat, ist ein erdverlegtes Hochspannungs­kabel mit einer Länge von rund 900 Metern, das die Hauptverbindung zwischen der Verteilanlage an der Hofstrasse und der Trafostation an der Asylstrasse bildet, beschädigt worden. Grund dafür war ein Kabelbrand, der eine Wiederinbetriebnahme mit örtlicher Reparatur nicht mehr möglich machte. Für die gesamte bisher in Kabelsteinen verlegte Kabelstrecke muss eine neue Rohranlage erstellt und gegraben werden, was die Projektbewilligung durch das ESTI (Eidgenössisches Starkstrominspektorat) erforderte.

Ein solches Planungs- und Bewilligungsverfahren dauert erfahrungsgemäss bis zu einem halben Jahr. Weil nun die bisherige Ringverbindung nahezu ein Jahr lang ausfällt, kann bei einem möglichen weiteren Schadenereignis innerhalb des betroffenen Gebietes, im schlimmsten Fall die Energieversorgung im kompletten, nördlich des Freibaches gelegenen Gemeindegebiet, inklusive Industriegebiet Langenhag unterbrochen werden. Die fehlende Ringverbindung würde damit einen Stromausfall in einem grossen Teilgebiet bis zur erfolgten Reparatur bedeuten. Um diesem Szenario vorzubeugen, musste eine provisorische Verbindungsleitung von der Trafostation Asylstrasse bis zur Trafostation Turnhalle-Kugelwis verlegt werden. Diese offen verlegte Rohrleitung führt nun über die Thalerstrasse, entlang von Biberhölzli- und Waisenhausweg zur Turnhalle. Die Leitung wird so die Ringverbindung sicherstellen, bis die neue Versorgungsleitung erstellt wird.

Umstellung auf Smart Metering

Smart Meter sind intelligente Zähler, die den Verbrauch der Kunden automatisch an den Versorger übermitteln. Mit Smart Meter ist ein geringerer personeller und administrativer Aufwand bei Ablesungen nötig, weil die Verbrauchsablesung «von Hand» wegfällt und Fehlfunktionen früher erkennt werden können. Vor zwei Jahren hat der Stadtrat beschlossen, innert vier bis fünf Jahren das Ablesesystem auf das Smart-Metering-System umzustellen. Nun will der Rat auch bei der Wasserversorgung umstellen. Um innert der angestrebten Frist den kompletten Umbau vornehmen zu können, sind jeweils ganze Trafokreise nacheinander umzurüsten und 300 bis 400 Zähler pro Jahr ins System zu integrieren. Bis Ende 2016 konnten bereits 462 Zähler in den Trafokreisen Stapfenwis, Buhof und Töber installiert werden. Die Trafokreise sollen dieses Jahr vervollständigt und zudem sollen die Trafokreise Altensteig und Custerhof ausgerüstet werden.

Zählernachrüstung bei der Wasserversorgung

Die Wasserzähler müssen jedoch weiterhin von Ablesern im Haus erfasst oder durch den Konsumenten abgelesen und gemeldet werden. Die heute standardmässig eingebauten Wasserzähler können jedoch schon seit längerer Zeit nachgerüstet werden und ebenfalls an das im Elektrizitätswerk eingesetzte Ablesesystem angeschlossen werden. Damit können in den bereits umgerüsteten Trafokreisen auch die jeweils vorhandenen Wasserzähler ins System eingebunden werden. So entfällt letztlich der Ablesezyklus mit Hausbesuchen der Ableseequipe. Bisher sind 30 Wasserzähler ausgerüstet worden. Das System konnte so auf Fehler und Tauglichkeit überprüft werden. Es funktioniere einwandfrei. Der Stadtrat hat deshalb der Anschaffung für 180 Durchfluss-Wasserzähler zugestimmt. Die Kosten für die geplante Nachrüstung in der Wasserversorgung wurden ins durch die Bürger genehmigte Investitionsbudget 2017 eingestellt. (Gk.)

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