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RHEINECK: Markt als Sonntagsausflug

Der Sonntag war wie geschaffen für einen Marktbesuch: trocken, aber nicht zu heiss. Die Stände des Rheinecker Jakobimarkts konzentrierten sich auf die Hauptstrasse.
Maya Seiler
Flanieren zwischen dem abwechslungsreichen Marktangebot wurde zum gemütlichen Sonntagsausflug. (Bild: Maya Seiler)

Flanieren zwischen dem abwechslungsreichen Marktangebot wurde zum gemütlichen Sonntagsausflug. (Bild: Maya Seiler)

RHEINECK. Die Erinnerung an das mittelalterliche Marktrecht lebt in den zwei grossen Märkten fort, die in Rheineck Tradition haben: An Jakobi im Sommer und an Martini im Herbst wird die Hauptstrasse wie in alten Zeiten zur Budenstadt.

Jakobi hat noch eine weitere nostalgische Bedeutung; das Datum ist, wie der Siebenschläfer-Tag (27. Juni), ein Lostag für das Wetter. Die Bauernregel «St. Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot» zeigt, wie wichtig der Tag früher war. Am Sonntag kam keiner der alten Wettersprüche zum Tragen, denn es war weder «heiss und trocken» noch regnete es. Für die Wetterpropheten war Jakobi nicht ergiebig, aber die Jahrmarktbesucher profitierten; der Tag zeigte sich trüb, blieb aber trocken.

Auch «Billiger Jakob» vor Ort

Von den Jakobimärkten kommt wohl der Ausdruck «Billiger Jakob», der auch gestern in Rheineck nicht fehlte. Er hatte Socken, Taschentücher oder Lederwaren zu günstigen Preisen im Angebot. Zahlreiche weitere Stände mit typischen Jahrmarktartikeln säumten die Hauptstrasse. Ab 11 Uhr unterhielt der Musikverein Rheineck beim alten Feuerwehrdepot mit einem Frühschoppen-Konzert. Der Auftritt erhielt viel Applaus; zahlreiche Zuhörer genossen die Angebote der leistungsfähigen Festwirtschaft in Begleitung der schmissigen Klänge. Überall roch es nach Esswaren: Grillwürste, Magenbrot und gebrannte Mandeln mischten sich zum unverwechselbaren Chilbi-Duft. Viele Marktfahrer boten Essbares und Getränke an; vom Thaifood über italienische Spezialitäten zu frittierten Kartoffel-Spiralen. Meist gab es gleich nebenan ein paar Festbänke, wo man essen konnte. Stände mit Käse, Trockenfleisch oder Würsten, mit Gewürzen oder Dörrfrüchten belebten das Angebot.

Kinder im Chilbi-Glück

Vor dem Rathaus stand ein Kinderkarussell, ein paar Schritte weiter drehte eine Bimmelbahn ihre Runden; für die Kleinsten gehört eine Fahrt auf der «Riitschuel» oder mit dem Western-Train immer noch zum Chilbi-Glück. Die typischen Klänge der Jahrmarktorgel oder das Tuuten der Kinder-Lok tönten fröhlich durch die Strasse. An den Buden mit Spielwaren setzten die Jüngsten den «Chilbi-Rappen» für das verlockende Angebot ein. Es fiel auf, dass vor allem die ältere Generation den Marktbummel zum Einkauf nutzte und Kleidungsstücke, Schmuck oder Gürtel anprobierte. Auch die Stände mit Kunsthandwerk, sei es Gehäkeltes, Beton-Ornamente oder Metallskulpturen mit Pflanzenschmuck fanden Anklang.

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