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RHEINECK: Hoch hinaus im Städtli

In einer Stadt wie Wien mit ihrem Stephansdom ist eine Turmbesteigung quasi touristische Pflicht. Daran will Rheineck anknüpfen: Am Samstag findet erstmals der Tag der offenen Türme statt.
Gert Bruderer
Die Türme der beiden Kirchen (die evangelische ganz links) können ebenso besichtigt werden wie der Löwenhof, das Türmlihaus sowie das Oberstufenschulhaus. Die Zeichnung stammt von Heidi Keller, der Frau von Verkehrsvereinsvorstandsmitglied Hans-Martin Keller. (Bild: Heidi Keller)

Die Türme der beiden Kirchen (die evangelische ganz links) können ebenso besichtigt werden wie der Löwenhof, das Türmlihaus sowie das Oberstufenschulhaus. Die Zeichnung stammt von Heidi Keller, der Frau von Verkehrsvereinsvorstandsmitglied Hans-Martin Keller. (Bild: Heidi Keller)

Gert Bruderer

redaktionot@tagblatt.ch

Zwischen den Zeilen der Pressemitteilung blitzt Stolz auf. Stolz des Verkehrsvereins auf seine gute Idee: Am Samstag, 23. September, findet zum ersten Mal der Tag der offenen Türme statt. Im vergangenen Jahr gab es Städtliführungen, vor ein paar Jahren eine Grenzbegehung, die zusammen mit der Ortsgemeinde angeboten worden war. Vielleicht als nächstes sind die Brunnen an der Reihe, das ist aber erst ein Vorschlag. Jetzt sind jedenfalls die Türme dran. Fünf können besichtigt werden. Allerdings sind drei von ihnen keine hochragenden, sondern bescheidene (gleichwohl reizvolle) Bauwerke. Sowohl das Oberstufenschulhaus als auch der Löwenhof haben ihr Türmchen schön in der Mitte des Daches. Dem Türmlihaus an der Thalerstrasse hat im 19. Jahrhundert Tuchhändler Hektor Zuber das Türmchen des abgebrochenen Untertors aufgesetzt.

Ein alter und ein junger Kirchturm

Je einen stolzen, dem Himmel zustrebenden Turm haben die Kirchen. Die katholische ist interessanterweise das jüngste aller fünf Bauwerke. 1932/33 wurde sie erbaut, von Architekt Otto Linder. Eine Dokumentation des Verkehrsvereins bezeichnet sie als «erste moderne Kirche der Schweiz». Die evangelische Kirche, jedenfalls ihr Urbau, dürfte vor 1276 entstanden sein. Nach der Reformation, ab 1532, war das Gotteshaus je nach regierendem Vogt mal eine reformierte, mal eine katholische Kirche. Erst seit 1712 ist sie protestantisch. Der barocke Turm mit Zwiebelhaube, das Wahrzeichen des Städtchens, ist von überall gut sichtbar.

Am Tag der offenen Türme werden diese von 11 bis 15 Uhr zugänglich sein. Es drängen sich zwei Fragen auf: Ist die Zeit nicht etwas knapp bemessen? Wird es in den Türmen bei stattlichem Andrang nicht etwas gar eng? Stadträtin Katharina Linsi sagt zweimal Nein. Die Besichtigung aller fünf Türme sei geprobt worden. Da sie nicht weit auseinander lägen, müsste sich die Besichtigung aller Türme «locker schaffen» lassen. Allzu eng werde es auch in den Kirchtürmen nicht, weil beim Eingang jemand bereitstehe und darauf achte, dass nicht zu viele Leute gleichzeitig im Turm seien. Nicht nur eine besondere Aussicht erwartet das Publikum, sondern auch Wissenswertes. Bei jedem Turm kann mindestens eine Person Auskunft zu baulichen Details wie dem Glockenbau geben.

Das Publikum wird belohnt

Am Samstag erhält jeder Teilnehmer beim alten Feuerwehrdepot eine Karte, die alle Türme zeigt. In jedem Turm gibt’s den zu ihm gehörenden Stempel. Wer zum Schluss die Karte beim Feuerwehrdepot abgibt (wo eine Festwirtschaft das Publikum erwartet), erhält eine süsse Belohnung. Womit der Bogen zu Wien wieder gespannt ist; gleich beim Dom befinden sich zumindest zwei Cafés mit süssen Spezialitäten.

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