RHEINECK: Entwicklung in Ruhe planen

Gegen den Teilzonenplan Grüenau ist eine Einsprache eingegangen. Die Stadt hat weiterhin eine ganzheitliche Arealentwicklung im Sinn und beabsichtigt, eine Planungszone zu erlassen.

Gert Bruderer
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Weil das Theresienheim vor eineinhalb Jahren abgebrochen wurde und sich auf einigen Nachbargrundstücken ältere Gebäude befinden, hat die Stadt die Chance, ein grösseres Gebiet zu entwickeln. (Bild: Gert Bruderer)

Weil das Theresienheim vor eineinhalb Jahren abgebrochen wurde und sich auf einigen Nachbargrundstücken ältere Gebäude befinden, hat die Stadt die Chance, ein grösseres Gebiet zu entwickeln. (Bild: Gert Bruderer)

Gert Bruderer

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Es geht um das Gebiet, das die Stadt der Firma RLC verkaufen wollte. Die Bürgerschaft lehnte das an der Urne ab, mit einem Nein-Stimmen-Anteil von 52 Prozent. Selbstkritisch räumt der Stadtrat ein, vor der Abstimmung zu wenig für den Erfolg getan zu haben. Er deutet das Nein der Stimmberechtigten aber nicht als Nein gegen eine Gesamtentwicklung. Vielmehr geht er davon aus, dass der Weg zum Ziel ein anderer sein solle als der ursprünglich ins Auge gefasste.

Rheineck hat ja generell ein grösseres Entwicklungspotenzial. Der Abbruch des Theresienheims vor eineinhalb Jahren hat den Weg für eine Arealentwicklung geebnet, die auch die Nachbargrundstücke einbezieht, wo ältere Gebäude stehen und Veränderungen absehbar sind.

Anstatt zu warten, bis sich auf jeder Parzelle etwas tut, schwebt dem Stadtrat eben die Gesamtentwicklung vor. Stadtpräsident Hans Pfäffli spricht von der «Chance auf eine harmonische Gesamterneuerung». Diese sei nicht nur im Interesse Rheinecks, sondern komme auch den Betroffenen entgegen, zumal über kurz oder lang die Erschliessung ein Thema werde.

Stadt ist mit Einsprechern im Gespräch

Zur Einsprache gegen den Teilzonenplan, der bis zum 20. September öffentlich aufgelegen hat, sagt Hans Pfäffli, die Stadt sei mit allen Beteiligten, auch dem Einsprecher, im Gespräch. Um die Gebietsentwicklung – inklusive Erschliessung – in Ruhe zu prüfen, will der Rat eine Planungszone erlassen. Diese gilt für drei Jahre, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um zwei Jahre.

Mit der Planungszone ist das Ziel verbunden, innerhalb der genannten Frist alle offenen Fragen zu klären und die Arealentwicklung mit entsprechenden Partnern sicherzustellen. Solange das Gebiet als Planungszone gilt, sind auf den betroffenen Grundstücken keine baulichen Veränderungen möglich, die die Nutzungsänderung erschweren könnten. Es ist vorgesehen, die Planungszone demnächst öffentlich aufzulegen. Mit der Erarbeitung des Planerlasses und dem dazu gehörenden Bericht ist das Ortsplanungsbüro beauftragt worden.