Revolution für Rorschach

Übrigens

Drucken
Teilen

Strandfestwochen nennt sich das auf August angekündigte Festival an Rorschachs Seepromenade. Zwölf Tage soll es laut Veranstalter Dario Aemisegger dauern. Es ist nicht die erste Kulturveranstaltung, die der Rorschacher in der Hafenstadt ins Leben gerufen hat. Im Rahmen des «Lakeside Unplugged», das er später in «Promenaden Festival Rorschach» umtaufte, holte Aemisegger nationale Musikerinnen und Musiker in die Badhütte.

Mit dem «Weihern Unplugged» streckte Aemisegger 2012 seine Fühler auch in die Kantonshauptstadt. 2015 spielte der Bieler James Gruntz am erstmals ausverkauften Festival. Gruntz ist auch der erste Headliner, der Aemisegger an den Strandfestwochen bekanntgibt, neben dem Rorschacher Andy Leumann oder Claude Diallo, den er ebenfalls schon in der Badhütte hat auftreten lassen. Wegen Lärmklagen am Weihern-Festival rief Aemisegger im vergangenen Jahr zu einer Revolution gegen das Bünzlitum auf und zog sich darauf als Veranstalter zurück.

Jetzt startet Aemisegger zur Revolution in Rorschach. Dank den Strandfestwochen sollen die Rorschacher fröhlicher durch ihre Stadt laufen und am Morgen freudiger aufstehen, so Aemisegger. «Wir werden albern und komisch in der Sonne spazieren, fein essen und trinken und dabei die Wahrheit sagen, unser Herz auf der Zunge tragen und freundlich in den See springen», adaptiert er ein Zitat von Anthony Hopkins.

Was Rorschach an den Strandfestwochen genau erwartet ist nicht klar. Hüpfburg, Essen, Sport, Musik, Comedy, Film – das tönt nach viel. Konkret wird Aemisegger nicht: «Im Mai verraten wir mehr». Was ist der Grund für seine Zurückhaltung? Grosse Nummern sind jedenfalls nicht zu erwarten, denn auch bei der Frage nach der Finanzierung des grösstenteils kostenlosen Festivals bleibt Aemisegger wage. (jor)