Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

REPORTAGE: Im einbruchsicheren Tresorraum

Ernst Locher, Bankleiter der Raiffeisenbank Goldach, hat der Redaktion einen Blick in die Tresorräume gewährt. Schwere Türen, Alarmanlagen und Kameras in jeder Ecke machen einen Einbruch zwecklos.
Christina Vaccaro
Der Bankleiter erlaubt den Eintritt in den Tresorraum. (Bild: Christina Vaccaro)

Der Bankleiter erlaubt den Eintritt in den Tresorraum. (Bild: Christina Vaccaro)

Seit einhundertsieben Jahren gibt es sie, die Raiffeisenbank Goldach. In ihren Anfängen wurden die Bankgeschäfte noch im Wohnhaus des damaligen Verwalters in der Bruggmühlestrasse abgewickelt. Erst in den 1950er-Jahren bezog die Bank das Gebäude in der Blumenstrasse. Heute ist sie nicht nur modern, sondern auch mit allen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, die man sich vorstellen kann. Zentnerschwere, unterarmdicke Tresortüren schützen die Kundenschliessfächer. Im Falle eines Alarms wandert das Signal direkt zur Polizei, die blitzschnell ausrückt. Ausserdem befinden sich überall Kameras, die alles im Blick haben.

Ernst Locher, der seit 32 Jahren bei der Raiffeisenbank arbeitet, die letzten neun davon als Bankleiter in Goldach, stellt klar: «Den Panzerknacker von früher, der mit einer Schaufel einen Tunnel zum Tresor gräbt und diesen dann aufsprengt, gibt es nicht mehr. Das ist, sage ich, ein Ding der Unmöglichkeit. Das lohnt sich ja auch nicht.»

Der 48-jährige Tübacher betont, dass bei Raubüberfällen und Diebstählen der Verlust des Geldes das kleinere Problem sei. Locher: «Beim Einbruch tut nicht der materielle Schaden weh, sondern der menschliche. Es sind oftmals menschliche Tragödien.» Je nach Ereignis könne es sein, dass die Person viele Jahre nach dem Vorfall noch darunter leide oder gar nie mehr am Schalter arbeiten könne.

Vom Lehrling bis zum Bankleiter würden alle Angestellten regelmässig theoretische und praktische Schulungen absolvieren. In den praktischen Übungen werden Überfälle äussert gut simuliert. Unter anderem werde geübt, wie man sich bei welcher Situation verhält. So gibt es etwa verschiedene Alarmkriterien – je nachdem, ob es sich um eine Erpressung oder einen Überfall handelt, ob sich Menschen in der Bank befinden oder nicht.

Sicherheit heute: Datenschutz

Glücklicherweise – an dieser Stelle klopft Ernst Locher auf den Tisch – sei in der Raiffeisen Goldach noch nie eingebrochen worden. Im 21. Jahrhundert sind aber weniger Banküberfälle das Problem als Hackerangriffe. Neben der Personensicherung hat die Datensicherung einen hohen Stellenwert. Locher erklärt stolz: «Ich darf mit Recht behaupten, dass wir auf einem extrem hohen Level sind. Die IT wird von Raiffeisen Schweiz gesteuert, dort arbeiten über 1000 Leute.» Bisher hätte ihre «Burg» allen Angriffen gut standgehalten. Daten müssen immer doppelt gespeichert werden, so Locher. «Daten sind das Gold der Bank.»

Im Ernstfall sind Banken natürlich auch sehr gut versichert. Doch Locher macht sich diesbezüglich keine Sorgen. «Die Raiffeisenbank Goldach ist sicher», sagt er abschliessend.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.