Renaissance im Wartensee

«Referendum erstaunt Kirchenrat», 15.11.2011

Merken
Drucken
Teilen

«Referendum erstaunt Kirchenrat»,

15.11.2011

Die Achillesferse war und ist bei Schlössern und ähnlich repräsentativen Anlagen der exzessiv hohe Unterhalt. Früher, zu Zeiten von Edlen und Rittern, gab es viele kostengünstige Untertanen und viel unfreiwillige Fronarbeit. Heutzutage sind solche Anlagen in vielerlei Hinsicht ein Anachronismus. Kulturhistorisch wertvoll aber selten rentabel. Da die Raubritter immer weniger werden, bleiben am Schluss noch die «Bankritter».

Realistisch betrachtet ist der Kauf des Schlosses durch die dänische Saxo-Bank noch das kleinere Übel. Damit das Schloss im Garten bleibt, kann man leider Gottes diese Angelegenheit nicht mehr auf die lange Bank schieben, da diese ja schon da ist. Die Hoffnung stirbt bekanntermassen immer zuletzt. Ob ein Stossgebet zum «heiligen Hypothekarius» noch hilft, und der jetzige Besitzer das Schloss Wartensee zu einem symbolischen Preis an den Kanton St. Gallen verkauft, der sich dann im Gegenzug verpflichtet für die nächsten zwanzig Jahre den Unterhalt zu bestreiten. Dann wäre das Schloss Wartensee eine neu erwachte Tagungs- und Begegnungsstätte.

Raffaele F. Schacher,

Seeheimstrasse 5

9403 Goldach

3:0 für oder gegen die Burenweid?

«3:0 für Neubau in der Burenweid»,

12.11.2011

Sicher für die, welche bauen wollen. Und gegen die, welche die Natur schützen wollten. Makaber am Resultat ist, dass die Volksvertreter, welche vom Volk fürs Volk gewählt wurden, mit allen Mitteln zu diesem Resultat drängten und sich nie auf einen anderen Weg einliessen. Obwohl das Departement des Inneren des Kanton St. Gallen die Einsprache als rechtsgültig deklarierte und sich auch im Zweifelsfall für das Volksbegehren aussprach. Der Gemeinderat unternahm rein gar nichts, sondern beauftragte einen Anwalt für seine eigenen Interessen und kam zum Schluss, die Initiative ist zwar gültig, aber nicht entscheidend.

In der Schweiz gibt es viele Gesetze, welche dich hoffen lassen, aber auch Gesetze, welche sogenannte Winkeladvokaten herauspicken und dich absaufen lassen. Auf der Burenweid wird nun gebaut, und hoffentlich gibt es keinen zweiten solchen Fall. Zum Beispiel Wartensee. Und die Initiative kommt aber auch hoffentlich zur Abstimmung. Damit die Damen und Herren im Gemeinderat sehen, wie viele Menschen sich für die Burenweid entschieden haben.

Adrian Stäuble,

Quellenweg 6,

9404 Rorschacherberg