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REKORDVERDÄCHTIG: Über 60 Sonnenstunden am Bodensee

Der Januar war der wärmste seit Messbeginn 1864. Er brachte dem Bodenseegebiet Rekordtemperaturen und immer wieder Stürme. In den nahen Bergen fielen grosse Neuschneemengen.
Der Januar brachte auch in der Region Rorschach Rekordtemperaturen. Hier die Morgendämmerung über dem Bodensee von Rorschacherberg aus fotografiert. (Bild: Andreas Walker (29. Januar))

Der Januar brachte auch in der Region Rorschach Rekordtemperaturen. Hier die Morgendämmerung über dem Bodensee von Rorschacherberg aus fotografiert. (Bild: Andreas Walker (29. Januar))

Vom 1. bis zum 5. Januar führten kräftige Winde feuchtmilde Luft vom Atlantik in unser Land. Im Bodenseegebiet fiel verbreitet Regen, oberhalb von 1000 Metern Schnee. Am 3. Januar zog der heftige Sturm «Burglind» über die Schweiz. Im Mittelland erreichten die Windspitzen meist zwischen 80 und 125 km/h. Ein Sturm von der Stärke wie «Burglind» ist im Bodenseegebiet etwa alle 20 Jahre zu erwarten.

Bis am 12. Januar blieb das Wetter im Bodenseegebiet von durchziehenden Tiefdruckgebieten geprägt. Vom 13. bis am 15. Januar baute sich ein Hochdruckgebiet über Nordost-Europa auf. Die Nullgradgrenze stieg bis auf 2200 Meter und in den Bergen und im Süden gab es viel Sonne. Über dem Bodenseegebiet lag Hochnebel, der sich meistens nicht auflöste. Am 15. Januar zogen bereits die nächsten Sturmwolken auf.

Ein Sturm jagt den anderen

Vom 16. bis am 22. Januar befand sich die Schweiz unter einer anhaltend stürmischen Nordwest- bis Westlage. Darin eingebettet zogen am 17. Januar das Sturmtief Evi und am 18. Januar das Sturmtief Friederike nördlich der Schweiz vorbei. Die beiden Stürme brachten im Bodenseegebiet Windspitzen zwischen 60 und 80 km/h, in erhöhten Lagen sogar 90 bis 100 km/h. In den Bergen erreichten die Windspitzen verbreitet 130 bis 160 km/h. Mit der stürmischen Friederike endete eine sehr intensive dreitägige Sturmperiode. Am 17. Januar gab es im Bodenseegebiet etwas Neuschnee. Die stürmische Wetterlage vom 16. bis am 22. Januar brachte in den Bergen fast täglich Neuschnee. Die Winterstürme, gekoppelt mit starker Wärme sind typisch, da warme und feuchte Luftmassen aus dem Atlantik dafür verantwortlich sind. Da ein stabiles winterliches Kältehoch über Mitteleuropa im Januar fehlte, konnten diese milden Luftmassen immer wieder in den Alpenraum vordringen.

Ein kurzer Hochdruckeinfluss aus Westen brachte am 23. Januar im Norden Tageshöchsttemperaturen zwischen 7 und knapp 10 Grad, am Genfersee 10 bis 11 Grad und auf der Alpensüdseite 10 bis 15 Grad. Vom 24. bis am 26. Januar floss wieder sehr milde Luft aus Südwesten zur Schweiz. Im Bodenseegebiet erreichten die Tageshöchstwerte frühlingshafte 10 bis 12 Grad und über den Alpen herrschte eine Föhnlage. Ab dem 27. Januar sorgte ein Hoch über dem Atlantik zunächst in den Alpen, dann auch im Süden und im Westen für reichlich Sonnenschein. Im Mittelland lockerte der Hochnebel erst am Nachmittag oder gar nicht auf. Die Temperatur blieb verbreitet im sehr milden Bereich. Die letzten Januartage waren in der weiteren Region Rorschach zum Teil frühlingshaft mild und die ersten Krokusse waren ein klares Zeichen dafür, dass der Januar viel zu warm ausgefallen war.

Sehr warm und auch regnerisch

Nach Angaben von MeteoSchweiz war die Januartemperatur landesweit deutlich zu warm. Am Bodensee betrug die durchschnittliche Januartemperatur 5,0 Grad und war damit 4,6 Grad zu warm, verglichen mit der Norm 1981–2010. Die Niederschläge fielen sehr üppig aus und betrugen weiträumig mehr als das Doppelte des langjährigen Mittels. Auch am Bodensee betrug die Niederschlagsmenge 123 Liter pro Quadratmeter, was satten 232 Prozent des Durchschnitts entspricht. Landesweit wurde verbreitet eine unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer registriert. Das Bodenseegebiet war die Ausnahme. Dort wurden 62 Sonnenstunden registriert, was 132 Prozent des langjährigen Mittels entspricht.

Andreas Walker

redaktionot@tagblatt.ch

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