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REKORD: An der Tausendermarke gekratzt

Die Bürgerwanderung erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Das bestätigte Bürgerratspräsident Arno Noger, der dieses Jahr 960 angemeldete Wanderfreudige begrüssen konnte – mehr als je zuvor.
Claudia Schmid
Auch Stadtpräsident Thomas Scheitlin (vorne ganz in Blau) nahm den Weg unter die Füsse. Hier beim Schloss Egg in Wittenbach. (Bild: Urs Bucher)

Auch Stadtpräsident Thomas Scheitlin (vorne ganz in Blau) nahm den Weg unter die Füsse. Hier beim Schloss Egg in Wittenbach. (Bild: Urs Bucher)

Claudia Schmid

stadtredaktion

@tagblatt.ch

Die 39. Bürgerwanderung führte am Samstagnachmittag von Wittenbach zur Kirchli-Liegenschaft und zum WildparkPeter und Paul in St. Gallen. 960 Anmeldungen gingen im Vorfeld bei der Ortsbürgergemeinde St. Gallen ein. Das sind erneut rund 80 Teilnehmer mehr als ein Jahr zuvor und so viele wie noch nie.

Wie viele der Angemeldeten tatsächlich den Weg unter die Füsse nähmen, könne er nicht mit Sicherheit sagen, erklärte Bürgerratspräsident Arno Noger. «Einigen ist jeweils kurz vor Beginn der Wanderung das Wetter zu unsicher, andere sind kurzfristig verhindert.» Erst anhand der verspeisten Bratwürste, Cervelas, Bürli und Käseschnitten können wir die Statistik aktualisieren.» In den letzten Jahren seien jeweils rund 1200 Bratwürste und Cervelas, 1130 Bürli und 650 Käseschnitten vertilgt worden.

Da die Bürgerwanderung dieses Jahr vor dem Gemeindehaus in Wittenbach startete, war auch Gemeindepräsident Fredi Widmer vor Ort. Die Ortsbürgermeinde St. Gallen habe einigen Grundbesitz in Wittenbach, betonte Arno Noger. Er grenze direkt an das Gemeindehaus und reiche bis an die jetzige Überbauung Betten. Nur das offene Land gerechnet handle es sich um 44,5 Hektaren. «Grundbesitzer wollen wir auch bleiben. Vielleicht wird Wittenbach einmal zu einem St. Gallen-Nordost; dann spielen die Gemeindegrenzen keine Rolle mehr.»

Gutgepflegtes Naherholungsgebiet

Fredi Widmer liess sich von den freundschaftlichen Frotzeleien nicht beeindrucken. «Wir fühlen uns vom Grundbesitz der St. Gallerinnen und St. Galler nicht bedroht. Auch unser Alterszentrum Kappelhof steht im Baurecht auf dem Land der Ortsbürgergemeinde und so kommt es, dass wir jedes Jahr etwas Geld nach St. Gallen schicken», erklärte er mit einem Augenzwinkern. Ausserdem freue sich Wittenbach, dass der Wald Richtung Peter und Paul von der Ortsbürgergemeinde so gut gepflegt werde, da er zum Naherholungsgebiet der Gemeinde gehöre.

Unter den beschwingten Klängen der «Tschaggi Waggi» setzte sich die Wandergruppe kurz vor 14 Uhr in Bewegung. Die ausgeschilderte Route führte bei idealem Wanderwetter über Waldwege und durch Wohnquartiere. Von Wittenbach marschierten die Bürgerinnen und Bürger über Bächi, Gatter, Kasperstock und Sandrain hinauf zur Liegenschaft Kirchli. Auf dem Weg lud die Ortsbürgergemeinde zum obligaten Zwetschgenhalt ein.

Auf Mutterkuhhaltung umgestellt

Bei der Kirchli-Liegenschaft, einem Betrieb im Besitz der Ortsbürgergemeinde, wartete das traditionelle Buffet mit Getränken, Bratwurst, Käseschnitte, Kaffee und Soft Ice auf die hungrige und durstige Wanderschar. Der Hof mit 18 Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche wird in zweiter Generation von der Familie Mösli bewirtschaftet. Erst kürzlich stellte diese von der Milchwirtschaft auf die Mutterkuhhaltung um. Dies konnte mit dem im Baurecht neu erstellten Mutterkuh-Laufstall mit Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes realisiert werden.

Augenschein im Wildpark Peter und Paul

Interessierte St. Galler Ortsbürgerinnen und Ortsbürger erhielten auf der Wanderung die Gelegenheit, den Stall von Familie Mösli zu besichtigen. Dabei erfuhren sie, dass das Kalb- und Rindfleisch auf Bestellung verpackt, vakuumiert und direkt ab Hof verkauft wird. Produziert wird es nach den Richtlinien des Labels Natura Beef.

Auch ein Augenschein im nahen Wildpark Peter und Paul bot sich an. Er steht ebenfalls auf Boden der Ortsbürgergemeinde St. Gallen. Das Gelände hoch über dem Bodensee wurde der Wildparkgesellschaft im vorletzten Jahrhundert im Baurecht abgegeben. Bei der Eröffnung am 1. Mai 1892 bevölkerten etwas über 30 Tiere den Park. Heute – 125 Jahre später – sind es ein Vielfaches mehr. Zu sehen sind im Tierpark Rothirsche, Sikahirsche, Damhirsche, Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere, Wildschweine, Luchse und Wildkatzen.

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