«Reisswolf» wandert ins Museum

Grabs soll ein kleines Textilzentrum bekommen: Erstes Schmuckstück ist eine Handstickmaschine.

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Der «Reisswolf» wird für die Züglete ins Museum vorbereitet. (Bild: Reto Neurauter)

Der «Reisswolf» wird für die Züglete ins Museum vorbereitet. (Bild: Reto Neurauter)

Ein Stück Grabser Industriegeschichte soll der Nachwelt erhalten bleiben: Eine der letzten Handstickmaschinen – der «Reisswolf» aus dem Jahr 1934 – wird nun dank einer Schenkung Mittelpunkt eines kleinen Stickereimuseums im Gebäude der Schafwollverarbeitung Sturzenegger. Die Maschine soll an eine Zeit erinnern, wo jeder dritte Einwohner im berufsfähigen Alter im Stickereigewerbe arbeitete.

Zwischen 1870 und 1920 bestimmte die Stickereiindustrie mit ihren mechanischen Stickereien und vor allem den zahlreichen Einzelstickern die dörfliche Wirtschaft, auch in Werdenberg und ganz speziell in Grabs. 1910 gab es 495 Handstickmaschinen und 919 in der Stickerei beschäftigte Personen. 1920 – zu Beginn der Stickereikrise – waren es noch 440.

91 Jahre später wird nun mit der Stickereimaschine ein kleines Textilzentrum möglich. In einer ersten Phase soll der Betrieb von Mitgliedern der Kulturkommission aufgebaut werden. (rn)