Reiselust statt Balkonfrust

ST.GALLEN. Sommerzeit ist Ferienzeit: Passanten in der St.Galler Innenstadt erzählen von ihren Reiseplänen nach Grönland oder ins Toggenburg. Einige besuchen auch ihre alte Heimat in Italien oder im Wallis.

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Bild: Markus Stehle

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Sarah Fuhrmann, 35, Regisseurin, St.Gallen

Den Sommer haben wir schon geplant, allerdings war das keine grosse Sache: Ich bleibe mit meiner Familie zu Hause und arbeite. Die freien Tage wollen wir vor allem draussen verbringen, mit Baden und Spazieren auf Drei Weieren und in der Region.

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Philippe Rutz, 39, Kaufmann, Bülach ZH

Letzten Samstag habe ich geheiratet – deshalb sind die nächsten Ferien unsere Flitterwochen. Wir werden einige Tage in Österreich in einem Wellnesshotel verbringen. Ausserdem fahren wir in die Toscana.

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Susanne Gut, 42, Hausfrau, Niederteufen

Heuer verreisen wir nicht – die freien Tage geniesse ich zusammen mit meiner Familie zu Hause. Natürlich gibt es Programm: Mit meinen Kindern werde ich Ausflüge machen, zum Beispiel in Museen oder auch in die Badi. Ich bin zwar überhaupt keine Wasserratte – aber da muss ich durch. Der Jüngste wird zudem am «Sommerplausch» mitmachen.

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Alberto di Grado, 55, Konsulatsmitarbeiter, St.Gallen

Ich fahre nach Italien. Zuerst besuche ich Verwandte in Salerno und verbringe dann mit meiner Frau noch etwa eine Woche auf Sizilien.

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Maria Hautle, 73, Gastronomin, Wittenbach

Meine Ferien für die nächste Zeit sind geplant. Ich werde für sechs Tage ins Wallis fahren, wo ich meine Grosskinder hüte: Sind sie nicht alleine, so gibt es keinen Streit. Von dort kommt auch meine Familie: Jedes Jahr kehre ich deshalb für ein paar Tage in meinen Heimatkanton zurück. Längere Ferien kann ich mir nicht erlauben, da ich ein Restaurant führe.

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Zainal Sarbast, 21, Coiffeur, St.Gallen

Vor rund drei Monaten habe ich mich mit einem Coiffeursalon selbständig gemacht. Zuerst muss ich einen Kundenstamm aufbauen, damit der Laden läuft. Deshalb gibt es keine Ferien.

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Pia Gemperli, 20, Sachbearbeiterin, St.Gallen

Für die wärmeren Monate habe ich keinen Urlaub eingeplant. Denn eigentlich möchte ich zuerst das schöne Wetter hier geniessen. Wenn es dann im Herbst und Winter kühler wird, habe ich vor, irgendwo in den Süden an die Wärme zu fliehen. In den kommenden Monaten werde ich aber einige Festivals besuchen, das sind vorerst meine Ferien.

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Klaus Bieri, 82, Pensionär, St.Gallen

Ich reise viel und gerne, so auch wieder diesen Sommer: Das «Highlight» ist eine Schiffsexpedition an die Ostküste Grönlands mit meiner Frau. Den Sommer haben wir dafür ausgewählt, weil diese Gewässer während der anderen Jahreszeiten nicht zugänglich sind. Zudem waren wir dieses Jahr bereits auf einer Kreuzfahrt durch den Panamakanal und werden noch Papua-Neuguinea bereisen. Dazwischen unternehmen wir einige kleinere Trips.

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Vreni Huser, 55, Hebamme, St.Gallen

Mein Plan steht fest: Ich werde diesen Sommer zu Hause verbringen. Das schöne Sommerwetter geniesse ich dann in der Badi oder beim Wandern. Erst im Herbst fangen meine Ferien an: Im September fahre ich mit meinem Partner für zwei Wochen in die Normandie. Im November zieht es uns nach Costa Rica, wo wir eine Trekkingtour unternehmen werden.

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Andrea Cancedda, 25, Gastronom, Horn

Obwohl ich nicht hier bleibe, verbringe ich meine Sommerferien «zu Hause»: Meine Familie stammt aus Sizilien. Dort besitze ich ein Haus, und ich plane, zwei bis vier Wochen im Süden zu verbringen.

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Georg Abderhalden, 67, Pensionär, St.Gallen

Meine Frau und ich bleiben ganz in der Nähe und verbringen zwei Wochen im Toggenburg. Dort werden wir in einem alten Bauernhaus wohnen und wandern gehen. Regen und kühle Temperaturen können uns nichts anhaben. Man sagt doch so schön: «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.»

Umfrage: Sophie Probst