Regiwehr unter Druck

Tritt Eggersriet tatsächlich aus der Regiwehr aus, bekommt diese Probleme. Das erst zehnjährige Feuerwehrdepot stünde beispielsweise am falschen Ort.

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Eggersriet hat bei der regionalen Feuerwehr Heiden-Grub-Eggersriet-Wolfhalden (Regiwehr) vorsorglich die Kündigung seiner Mitgliedschaft eingereicht (Ausgabe vom Mittwoch). Damit will sich die Gemeinde alle Optionen offenhalten, um Kosten und Nutzen einer Mitgliedschaft gegeneinander abzuwägen. Die vorsorgliche Kündigung ist auf Ende 2016 ausgesprochen, nach einem entsprechenden Entscheid der Eggersrieter Bürgerversammlung könnte der Austritt gemäss Regiwehr frühestens 2017 erfolgen. Darüber könnte man laut dem Eggersrieter Gemeindepräsidenten Roger Hochreutener zwar diskutieren. Das wolle man sich aber ersparen. Die Regiwehr besteht seit 2005.

Keine Freude bei der Regiwehr

Bei der Regiwehr herrscht über die Eggersrieter Austrittspläne keine Freude. Gemäss Erika Streuli, Gemeindepräsidentin von Grub AR und Präsidentin der gemeinsamen Feuerwehrkommission, wolle man sich um eine gemeinsame Weiterführung der Regiwehr bemühen. Gleichzeitig hält Streuli fest, dass Eggersriet verschiedene Fragen geklärt haben will – dies soll im ersten Quartal dieses Jahres geschehen.

Austritt würde Verbund treffen

Bei einem Austritt Eggersriets würde die Regiwehr, die gemäss Streuli auf vier Verbandsgemeinden ausgerichtet ist, unter Druck geraten. Beispielsweise sei der Standort des im Jahr 2004 erbauten Feuerwehrdepots im Hinblick auf die Regiwehr gewählt worden: Er liegt zwar im Gebiet Riemen auf dem Gemeindegebiet von Grub AR, aber näher beim Dorf Eggersriet. Ohne Eggersriet würde das Depot laut Streuli am falschen Ort stehen. Zudem würde man für nur drei Gemeinden zu viele Fahrzeuge besitzen. (rf/jw)

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