Regionale Fischkreation

ALTENRHEIN/BURIET. In den Restaurants Jägerhaus in Altenrhein und Schiff in Buriet sind Bodenseefische ein wahrer Genuss. Treberfisch heisst die neueste Kreation, die noch bis Ende Februar serviert wird.

Rudolf Käser
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Zu Tisch: Christoph Baumgartner bereitet den Treber-Fisch zu. (Bild: Rudolf Käser)

Zu Tisch: Christoph Baumgartner bereitet den Treber-Fisch zu. (Bild: Rudolf Käser)

Die beiden Gastwirte Christoph Baumgartner (Restaurant Jägerhaus) und Hanspeter Trachsel (Restaurant Schiff) sind um eine kreative Fischvariation nie verlegen. Christoph Baumgartner – Hanspeter Trachsel weilte im Ausland – stellte die neueste Kreation, welche die beiden herausgetüftelt haben, vor: den Treberfisch.

Gericht mit welschem Charme

Die Inspiration für die neuste Idee holten sie sich in der Romandie. Dort sei die Treberwurst eine ganz besondere Spezialität, weiss Christoph Baumgartner. «Tausende welsche Gourmets gehen jeweils zu den Winzern, um eine Treberwurst mit passendem Wein zu geniessen.»

Christoph Baumgartner und Hanspeter Trachsel setzten die Idee regional um – mit Fischen aus dem Bodensee. Er habe noch zusätzliche Tips von einem Gastwirt am Bielersee erhalten, sagt Baumgartner.

Hergestellt werde der Treberfisch wie folgt: «Wir verwenden den Treber – Rückstände aus ausgepressten Rotweintrauben – und erwärmen ihn mit Buechberger Weisswein. Danach wird der marinierte Fisch auf den Treber gelegt. Schliesslich wird das Ganze mit Buechberger Marc flambiert. Den Fisch richten wir auf dem Teller mit typisch welschen Beilagen an. Nämlich mit Kartoffelgratin, Rahmlauch sowie einer Buechberger Rahmsauce.»

Verwendet werden die Fische Hecht ohne Gräte, Forelle, Saibling und Zander. Die beiden Gastwirte versichern, dass alles, was in diesem Gericht enthalten ist, aus der Region stammt. «Die Fische beziehen wir von Altenrheiner Berufsfischern. Treber, Wein und Marc stammen aus Thal sowie Lauch und Kartoffeln aus St. Margrethen.»

Was auf dem Teller erscheint, ist ein ausgeklügelter Fischgenuss. Der Treber wirkt auf dem Gaumen diskret, schmeckt aber herrlich.

«Wir haben vor vier Wochen mit der Suche nach einem feinen Fischgericht begonnen», blickt Baumgartner zurück.

Es braucht neue Ideen

Die beiden Küchenchefs waren auch bei der Zubereitungsfindung des Treberfisches von der Idee beseelt, den Gästen etwas Neues zu bieten. «Es braucht immer neue Ideen, um die Gäste anzulocken.» Überrascht und erfreut seien er und Hanspeter Trachsel, dass die Idee bei den Gästen eingeschlagen habe. «Wir stellen fest, dass das Treberfisch-Gericht überaus beliebt ist.» 

Er und Hanspeter Trachsel bieten diese regionale Spezialität seit dem 11. Januar – dem Ende der Fischfang-Schonzeit – an. Auf den Teller gelangen von den vier Fischsorten diejenigen, die gerade am einträglichsten gefangen wurden. Der Treberfisch ist bei den beiden Gastwirten noch bis Ende Februar auf der Karte.

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