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REGION RORSCHACH: Reisende meiden die Türkei

Paris, Istanbul und Brüssel, die Welt kommt nicht zur Ruhe. Terroranschläge haben die Unsicherheit der Bevölkerung verstärkt. Destinationen, die vorher eine starke Nachfrage hatten, werden in diesem Jahr häufig gemieden.
Alessia Pagani
Die Kundin eines Reisebüros studiert einen Ferienkatalog. Noch ist den Schweizern die Reiselust nicht vergangen. (Bild: Michel Canonica)

Die Kundin eines Reisebüros studiert einen Ferienkatalog. Noch ist den Schweizern die Reiselust nicht vergangen. (Bild: Michel Canonica)

REGION RORSCHACH. Die Frühlingsferien stehen bevor. Wieder machen sich viele Schweizer mit Kind und Kegel auf, um fremde Gefilde zu entdecken. In diesem Jahr ist indes alles ein wenig anders. Wie eine Umfrage bei vier hiesigen Reisebüros zeigt, haben die Terroranschläge der vergangenen Monate Einfluss auf das Buchungsverhalten der Reisenden. «Wir merken die Unsicherheit der Reisenden. Diese kommen nun wieder vermehrt ins Reisebüro und lassen sich beraten», sagt Prisca Huguenin-dit-Lenoir, Medienverantwortliche von Hotelplan Suisse, die eine Filiale in Rorschach führt. Auch Sabine Zingg vom Kuoni Reisebüro in Rorschach und Reto Kuratli von Bernhard Reisen in Goldach haben diese Veränderung bemerkt. «Buchungen, die nicht online getätigt werden, geben den Kunden mehr Sicherheit», so Kuratli. «Für uns ist das ein Vorteil.» Während bei ihnen die Absätze noch stimmen, hat Hotelplan Einbussen zu verzeichnen. «Momentan liegen die Zahlen allgemein unter denen der Vorjahre», so Prisca Huguenin-dit-Lenoir.

Fokus liegt auf Westeuropa

Gemäss Reto Kuratli haben sich die Bade- und Familienferien mehr gen Westen verlagert. «Dies wurde sicherlich auch von den neuen Flügen ab Altenrhein in den Nordwesten Griechenlands und nach Mallorca angeheizt», sagt Kuratli. Solche Flüge seien in diesem Jahr schneller gut gebucht gewesen, meist würden nur noch wenige Plätze angeboten. «Dafür steigen bei der grossen Nachfrage die Preise», so Kuratli.

Auch Sabine Zingg hat die Verlagerung beobachtet. «Spanien und die Balearischen und Kanarischen Inseln oder Italien boomen regelrecht. Im Prinzip das ganze westliche Mittelmeer», so Zingg. Was sie indes erstaunt, ist, dass auch Zypern hoch im Kurs ist, «und das trotz seiner Nähe zu Syrien», sagt Zingg.

Momentan keine Nachfrage

Unter den Terroranschlägen leiden vor allem die Ferienländer Tunesien, Ägypten und die Türkei. «Für Badeferien in der Südtürkei besteht momentan keine Nachfrage», sagt Sabine Zingg. Eine Handvoll Buchungen konnten die Mitarbeiter tätigen; und das seien mehrheitlich Personen, die schon öfter in besagtem Land waren. Die Kreuzfahrtgesellschaften hätten gar ihre Routen geändert und würden Istanbul nicht mehr anlaufen. In normalen Jahren hingegen sei gerade für die Türkei eine grosse Nachfrage vorhanden. Fatma Demirbas ist Geschäftsführerin von Sinici-Reisen, das sich auf die Türkei spezialisiert hat, und fährt in wenigen Tagen in ihr Heimatland. Sie selber reise gerne in die Türkei, verstehe es aber, dass andere Angst haben. «Jeder muss das selber entscheiden», sagen alle vier Befragten. «Letztlich ist es Gefühlssache», so Kuratli. Die Reisebüros richten sich bei ihren Angeboten und Beratungen nach dem EDA. Und Kuratli sagt: «Touristen sind eigentlich sicher.»

Trotz alledem: «Es wird auch in unserer Hotelplan-Filiale in Rorschach zögerlich und kurzfristiger gebucht als in den Vorjahren», so Huguenin-dit-Lenoir. Die Reiselust sei zwar noch da, aber, die Dynamik, die Anfang Jahr noch war, sei wieder gebremst», sagt Kuratli.

Sabine Zingg Geschäftsführerin Kuoni Rorschach (Bild: pag)

Sabine Zingg Geschäftsführerin Kuoni Rorschach (Bild: pag)

Prisca Huguenin-dit-Lenoir Medienverantwortliche Hotelplan Suisse (Bild: pag)

Prisca Huguenin-dit-Lenoir Medienverantwortliche Hotelplan Suisse (Bild: pag)

Reto Kuratli Mitinhaber Bernhard Reisen AG, Goldach (Bild: pag)

Reto Kuratli Mitinhaber Bernhard Reisen AG, Goldach (Bild: pag)

Fatma Demirbas Geschäftsführerin Sinici-Reisen GmbH, Goldach (Bild: pag)

Fatma Demirbas Geschäftsführerin Sinici-Reisen GmbH, Goldach (Bild: pag)

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