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REGION RORSCHACH: Der Bodensee ist gut gefüllt

Der Pegelstand des Bodensees ist für diese Jahreszeit hoch. Viel Wasser wartet zurzeit in Form von Schnee in den Bergen. Der Pegel wird also noch stark steigen.
Die Aufnahmen des Seeufers am Hörnlibuck (links Juni 2017, rechts März 2018) zeigen deutlich, wie stark sich der Pegelstand des Bodensees je nach Jahreszeit verändert. (Bilder: Andreas Walker)

Die Aufnahmen des Seeufers am Hörnlibuck (links Juni 2017, rechts März 2018) zeigen deutlich, wie stark sich der Pegelstand des Bodensees je nach Jahreszeit verändert. (Bilder: Andreas Walker)

Anfang März erreicht der Bodensee in der Regel den tiefsten Wasserstand. Dieses Jahr ist der Wasserstand allerdings deutlich höher als normal.

Der Pegel des Bodensees folgt jeweils einem Jahresgang, wobei er Anfang März normalerweise seinen niedrigsten Punkt erreicht. Denn über den Winter fällt der meiste Niederschlag als Schnee und deshalb liegt zum jetzigen Zeitpunkt viel Wasser gebunden in der weissen Pracht. Ab März wird es schnell warm. Regenfälle und Schneeschmelze führen dazu, dass der Wasserstand des Bodensees zu steigen beginnt.

Dieser Winter war anders

Für gewöhnlich erreicht der Pegelstand des Bodensees etwa zu Sommeranfang den höchsten Stand. Danach sinkt er nach und nach ab und bewegt sich schliesslich wieder auf das Minimum auf Anfang März zu. Dieser Winter verlief aber anders. Die Monate Dezember bis Februar waren ausserordentlich trüb und brachten deutlich überdurchschnittliche Niederschläge im Bodenseegebiet. Nach Angaben von Meteo Schweiz war der Januar 2018 der wärmste seit Messbeginn 1864 und brachte dem Bodenseegebiet Rekordtemperaturen.

Deshalb floss bereits ungewöhnlich früh etliches Schmelzwasser in den Bodensee. Dies führte dazu, dass die Pegel stände am Untersee in Berlingen und am Obersee in Romanshorn Ende Januar 30 Zentimeter höher waren als je gemessen zu dieser Jahreszeit.

Viel Wasser im Sommer

Nach der markanten Kältewelle sind die Temperaturen wieder sprunghaft angestiegen und werden sich mit den längeren Tagen weiter erhöhen. Für die nächsten Tage ist Regen angesagt und die Schneeschmelze ist in vollem Gange. Dies wird zu einem weiteren Anstieg des Pegels führen, wie es vom Jahresgang her bekannt ist. Da die Schneemengen in den Alpen dieses Jahr gross sind und der Bodenseepegel im Minimum bereits überdurchschnittlich hoch ist, ist für den nächsten Sommeranfang ein ausgeprägtes Pegelmaximum wahrscheinlich.

Andreas Walker

redaktionot@tagblatt.ch

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