Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Region Rheintal will um EC-Halt kämpfen

Die internationale Anbindung an den Fernverkehr dürfe nicht verlorengehen. Das fordert die Region Rheintal als Reaktion auf den drohenden Verlust des Eurocity-Halts St. Margrethen ab Ende 2020. Widerstandslos will sie das nicht hinnehmen.
Christoph Zweili

ST. MARGRETHEN. Die Region Rheintal reagiert mit Vehemenz. Einmal mehr müsse festgestellt werden, «dass die Bedürfnisse und Angebotswünsche der wichtigsten Wirtschaftsregion der Ostschweiz zu wenig ernst genommen werden». Im gestrigen Communiqué nimmt die Region Bezug auf die Aussage im «Referenzkonzept 2025» des Bundesamtes für Verkehr, dass noch keine Lösung zur Weiterführung des EC-Halts in St. Margrethen auch nach 2020 gefunden wurde (Ausgabe vom 9. März).

Über das Rheintal hinaus

Bereits seit längerer Zeit engagierten sich Vertreter der Region Rheintal in diversen regionenübergreifenden Arbeitsgruppen und Gremien, welche sich «mit zukunftweisenden Lösungen» für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr beschäftigen. Beim EC-Halt in St. Margrethen handle es sich um eine wichtige Anbindung an den internationalen Fernverkehr, dessen Einzugsgebiet nebst dem Rheintal auch Graubünden und die Bodenseeregion umfasst.

Mit der Bearbeitung und Lösungssuche der Probleme auf der Nord-Süd-Achse könne es nicht angehen, dass die internationale Ost-West-Achse ab St. Margrethen Richtung Österreich und Deutschland vergessen werde, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Stimmbürger im Rheintal hätten mit ihrer Zustimmung zu den Fabi-/Step-Vorlagen im Jahr 2014 auch Ja gesagt zu versprochenen Verbesserungen im regionalen und internationalen Bahnverkehr, «welche direkte Auswirkungen auf das Rheintal haben». Es sei daher inakzeptabel, wenn nun mit dem Gedanken gespielt werde, diese internationale Verbindung in der exportstärksten Region zu kappen.

«Hausaufgaben nicht gemacht?»

«Dieser Abbau wird von der Region Rheintal nicht hingenommen», heisst es kämpferisch. Es stelle sich die Frage, ob Bund und SBB bei der zeitlichen und inhaltlichen Abstimmung der Ausbauschritte «ihre Hausaufgaben nicht gemacht hätten oder den Ball hin- und herschieben».

Sofort reagiert hat auch die St. Margrether SP-Kantonsrätin Laura Bucher. Die EC-Verbindung Zürich–München mit Halt in St. Margrethen sei «von eminenter Bedeutung». Die Rechtsanwältin richtet diverse Fragen an die St. Galler Regierung, unter anderem: «Was unternimmt diese, um einer Aufhebung des EC-Halts entgegenzuwirken?»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.