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REGION: Der KUH-Bag ist «kuhl»

Das Sammeln gemischter Kunststoffe im KUH-Bag ist ein Erfolg. Deshalb wird das Angebot definitiv eingeführt. Die jährliche Sammelmenge beträgt bereits 500 Tonnen.
Hans Suter
Der KUH-Bag war 2015 eine Schweizer Premiere. (Bild: Andrea Stalder)

Der KUH-Bag war 2015 eine Schweizer Premiere. (Bild: Andrea Stalder)

Hans Suter

redaktiongo@tagblatt.ch

Nach der zweijährigen Pilotphase haben die beiden Abfallzweckverbände ZAB, zu dem auch Gossau gehört, und KVA Thurgau beschlossen, die gemischte Kunststoffsammlung mit dem KUH-Bag auch in Zukunft anzubieten. Die Verbände begründen den Entscheid mit positiven Erfahrungen und einer steigenden Nachfrage in der Bevölkerung. Allerdings werde das System weiter optimiert, um das Entwicklungspotenzial der stofflichen Verwertung noch besser zu erschliessen und die Recyclingquote zu erhöhen. Weitere Optimierungsmöglichkeiten bestehen gemäss Mitteilung insbesondere in der Sammel- und Rücknahmelogistik sowie in der Sortierung gemischter Kunststoffabfälle.

Sammelmenge in zwei Jahren verdoppelt

Der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) und der Verband KVA Thurgau lancierten das Angebot im Herbst 2015. Es war eine Schweizer Premiere, als die Abfallzweckverbände in über 100 Gemeinden eine gemischte Kunststoffsammlung einführten. Mit dem Gebührensack KUH-Bag schufen sie ein einheitliches, einfaches System, das die bestehenden Sammlungen für PET- und Plastikflaschen ergänzt. «Dadurch kann eine noch grössere Menge Kunststoff in den ­Recyclingkreislauf zurückgeführt werden», sagt Urs Corradini, Leiter des Geschäftsbereichs Sortierwerk Bazenheid und Easydrives. Das Projekt wurde vom Amt für Umwelt des Kantons Thurgau und der Empa begleitet. Nach Angaben der Zweckverbände sind die gesammelten Mengen an Kunststoffabfällen seit der Einführung des KUH-Bag konstant angestiegen: Nach 250 Tonnen im Pilotjahr hat sich die Menge im zweiten Jahr auf 502 Tonnen verdoppelt. Auf das Verbands­gebiet der KVA Thurgau entfallen 58 Prozent, auf jenes des ZAB 42 Prozent. «Dies entspricht ungefähr dem Verhältnis der Einwohnerzahlen der beiden Verbände», sagt Corradini. Schätzungen zeigten, dass während der Pilotphase rund 10 Prozent der Haushaltungen oder umgerechnet rund 40 000 Einwohner in den beiden Entsorgungsgebieten das Sammelsystem nutzten. «Die Sammlung gemischter Kunst­stoffe entspricht somit durchaus einem Bedürfnis der Bürger.»

Die Empa hat das Projekt im Auftrag des Amts für Umwelt Thurgau mit einem Monitoring begleitet. Die Zusammensetzung des Sammelmaterials im KUH-Bag wird als gut bezeichnet; insgesamt seien rund 95 Prozent des Sammelmaterials Zielartikel. Dazu tragen Flaschen und Hohlkörper 16 Prozent bei, Schalen, Becher, weitere formfeste Kunststoffe 35 Prozent, grosse Folien 24 Prozent, Getränkekartons 8 Prozent und andere kleine Kunststoffpackungen 12 Prozent.

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