Regierung genehmigt Zivilschutzeinsatz bis März

ST. GALLEN. Der Kanton St. Gallen ist bereit, bei einem wachsenden Zustrom von Asylsuchenden über die Ostgrenze in die Schweiz Zivilschutzanlagen und allenfalls die geschützte Operationsstelle des Spitals Walenstadt in Betrieb zu nehmen, um den Bund zu entlasten. Die St.

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ST. GALLEN. Der Kanton St. Gallen ist bereit, bei einem wachsenden Zustrom von Asylsuchenden über die Ostgrenze in die Schweiz Zivilschutzanlagen und allenfalls die geschützte Operationsstelle des Spitals Walenstadt in Betrieb zu nehmen, um den Bund zu entlasten. Die St. Galler Regierung hat nun den Einsatz von Zivilschutzkräften bei dieser Erstunterbringung genehmigt.

Der Führungsstab des Kantons bereitet zusammen mit Gemeinden und Zivilschutzorganisationen die Unterbringung und Betreuung von täglich bis zu 1000 Flüchtlingen vor (siehe «Wir planen für den Ernstfall», Ausgabe vom 19. Oktober).

«Für den Fall der Fälle»

Noch hätten sich die Flüchtlingsströme nach Mitteleuropa, insbesondere über die Balkanländer nach Deutschland, nicht Richtung Schweiz verlagert. Die Zahl der Asylgesuche, die beim Bund gestellt würden, liege im dritten Quartal aber deutlich höher als in den Vorquartalen und in der Vergleichsperiode 2014, heisst es im Communiqué der Staatskanzlei.

Den Bund unterstützt

Die Empfangs- und Verfahrenszentren des Bundes sind überbelegt: Bereits im September hatten die St. Galler Gemeinden daher den Bund mit ihren Zivilschutzorganisationen unterstützt – diese zusätzlichen Aufnahmekapazitäten wurden wieder aufgehoben. Inzwischen wurden aber Zivilschutzanlagen in Gams, Sevelen und St. Margrethen vorübergehend wieder in Betrieb genommen.

Die St. Galler Regierung hat den Zivilschutzeinsatz bis Ende März 2016 befristet. Sie liess den Bund wissen, dass die Anlagen nur so lange zur Verfügung stünden, als sie der Kanton nicht selber brauche. (cz)