Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Regenmantel, Klatsch und Schulterzucken

Namen & Notizen

Apéro, Musik, Bratwurst und einfach einmal wieder bekannte Gesichter sehen. Nicht ganz unwichtig war am Freitagabend aber auch das Gesehen-werden. Schliesslich versammelten sich doch einige städtische Prominente aus Industrie, Gewerbe und Politik in der Markthalle – und das vor dem Wahlherbst. Anlass für die Party war die «GoZ», die dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert und nun in die Wochenzeitung «A» integriert wird.

Franz Schildknecht, Gründer der «GoZ», sprach in einem Interview über die für die Gossauer Zeitung schwierige Zeit in den 1980er-Jahren. Der ökonomische Druck sei damals so gross geworden, dass man die «GoZ» ab 1987 als Wochenzeitung führen musste. «Lokal total», habe die Leitidee gelautet. Das bedeute, als Redaktor jeden Anlass zu besuchen und den lokalen Vereinen und Parteien eine Plattform zu bieten. Und nicht der Tatsache nachzutrauern, dass es im Ort keinen Donald Trump oder Wladimir Putin gebe. «Lokal total» habe sich bewährt und werde sich auch mit der Integration der «GoZ» ins «A» nicht massgeblich verändern, versprach Daniel Wirth von den «Tagblatt»-Medien, der die publizistische Verantwortung der «GoZ» trägt. Das «A» könne als Regenmantel verstanden werden. Denn: «Es werden noch einige Stürme über die Medienlandschaft fegen.»

Gemischten Gefühlen zum Trotz war die Stimmung unter den rund 300 Gästen ausgelassen. Flig-Präsident Alfred Zahner etwa war so gut aufgelegt, dass er manches Detail über seinen Rorschacher Migrationshintergrund verriet. Etwa, dass ihn dort wohl mehr Leute kennen als in Gossau. Am See werde er meistens mit «Müsli» angesprochen. Zahner spielte nämlich nicht nur Handball in Rorschach, sondern war dort auch in der Jungwacht. Ebenfalls Jungwacht-Vergangenheit hat Toni Thoma, Gemeindepräsident von Andwil. An der Party war er auffällig oft mit Gossauer Sozialdemokraten am Sprechen. Wie zum Beispiel mit Stadtparlamentspräsidentin Monika Gähwiler. «Wisst ihr», sagte der pointierte SVP-Politiker am Stehtischchen in die Runde, «Politik wäre ohne die SP langweilig».

Thomas Parteikollege Markus Rosenberger war ebenfalls gut aufgelegt. Unter anderem auch, weil es endlich gelang, Claudia Martin als Kandidatin für den Stadtrat zu gewinnen. Zugeknüpft gab sich hingegen Ruedi Blumer, Parteipräsident der SP. Auf die Frage, wer für seine Partei kandidieren wird, zuckte er mit den Schultern und lobte stattdessen das selber gebackene Gebäck von Gastgeberin und GoZ-Redaktorin Vanessa Mengel. Einfacher geht es der CVP, deren Kandidat fürs Stadtpräsidium feststeht. Daniel Lehmann liess sich auffällig lange blicken. Er verliess die Markthalle erst, als sie schon ziemlich leer war. (ses)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.