Regenfeste Jungzüchter

Muolen muss sich um seinen Viehzucht-Nachwuchs keine Sorgen machen. So das Fazit nach der Jungzüchterpräsentation an der diesjährigen Viehschau am vergangenen Samstag.

Michel Burtscher
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Viehzucht-Nachwuchs: Die Jungzüchter Sereina (vorne rechts), Andrina und Cyrill (hinten links) während der Präsentation. (Bild: Ralph Ribi)

Viehzucht-Nachwuchs: Die Jungzüchter Sereina (vorne rechts), Andrina und Cyrill (hinten links) während der Präsentation. (Bild: Ralph Ribi)

muolen. Es ist Samstag, kurz nach Mittag. In einem Stall hinter dem Restaurant Adler in Muolen machen 16 Kinder und Jugendliche sich und ihre Kälber bereit für ihren Auftritt. In wenigen Minuten werden sie ihre Tiere an der Jungzüchterpräsentation der Muoler Viehschau vorstellen. Noch schnell werden die Trachten angezogen, den Tieren wird der letzte Schliff gegeben.

Mit oder ohne Kranz

Mit dabei sind auch die Geschwister Cyrill, Andrina und Sereina Germann. Der 13jährige Cyrill wird alleine, die 11jährige Andrina und die 7jährige Sereina werden zusammen ein Kalb präsentieren. Es ist nicht das erste Mal, dass die Geschwister bei der Jungzüchterpräsentation mitmachen. «Ich bin seit 2006 jedes Jahr dabei», sagt Cyrill. Das hat auch einen guten Grund: «Ich möchte später einmal Landwirt werden.

» Dieses Jahr kommen die zwei Kälber der Geschwister vom Hof ihres Onkels. Rabana, so der Name seines Kalbes, sei am 22. April dieses Jahres geboren worden, weiss der 13-Jährige. «Daguna, unser Kalb, ist jünger. Es wurde am 13. August geboren», erzählen die Mädchen.

Wie hat Cyrill sein Vieh für die Schau vorbereitet? «Ich habe es einmal vor etwa zwei Wochen geschert. Und heute morgen nochmals.

» Besonders Mühe habe er sich bei der oberen Rückenlinie gegeben, sagt der Knabe. Dort habe er die Haare geschnitten und mit einem Spray in Form gebracht.

Andrina und Sereina schmücken ihr Tier, wie die meisten anderen Jungzüchter, mit einem Blumenkranz. Auch Cyrill hätte einen Kranz. «Ich möchte es aber ohne versuchen» sagt er, während er die Haare am Schwanz des Kalbes noch schnell mit einem Spray in die richtige Form bringt.

Keine Sorge um Nachwuchs

Und dann ist es so weit: Die Jungzüchter haben ihren Auftritt. Ob sie nervös seien? «Ein bisschen», sagen die Geschwister. Und die Kälber? «Denen ist nichts anzumerken. Sie verhalten sich wie sonst auch», sagt Cyrill. Vom Stall geht's nach draussen in den strömenden Regen. Ob mit oder ohne Regenschutz: Die Kinder lassen sich nichts anmerken.

Sie stellen sich in einem Kreis auf und einer nach dem anderen stellt sein Kalb vor: Mit Namen des Tieres, Namen der Eltern, wann es geboren wurde und aus welchem Stall es kommt. «Ich hoffe, dass es später einmal eine gute Kuh wird», fügt Cyrill an.

Das Fazit des Experten lautet: «Die Jungzüchter haben sich sehr viel Mühe gegeben beim Schmücken und Präsentieren der Kälber.» Muolen müsse sich um den Viehzucht-Nachwuchs keine Sorgen machen.

Und wie war's für die Kinder? «Es ist gut gelaufen. Ich bin zufrieden», sagt Cyrill. Und Andrina fügt an: «Ich auch. Aber es war ein bisschen kalt.»