Reformierte wollten eigenes Kirchgemeindehaus

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Zur Ausstellung «40 Jahre Pfarreiheim Thal» gehören acht Tafeln, die die Entstehungsgeschichte des Pfarreiheims in Text und Bild dokumentieren. Martin Genter, Geri Brauchle und Erwin Halter haben sie erarbeitet. Ausserdem realisierte der Jugendkulturfilmverein Linth einen Kurzfilm. Er interviewte unter anderem Jugendliche am Patrozinum.

Zu Wort kommt im Film auch Pfarrer Eugen Boppart. Er setzte sich damals stark für den Neubau ein. Im Zuge des Interviews mit dem Initianten erfuhr Martin Genter, dass man damals ein ökumenisches Haus bauen wollte und die Planung bereits weit fortgeschritten war. «Die Reformierten zogen sich schliesslich wieder zurück, weil sie ein eigenes Kirchgemeindehaus bauen wollten», sagt Martin Genter. So blieb es bis heute bei einer paritätischen ­Nutzung der Kirche. Zum Beispiel baute man das Pfarreiheim ein Jahr vor der geplanten Kirchenrenovation. Ein Ausgleichsraum für katholische und reformierte Gottesdienste war also vorhanden. «Aus praktischen Gründen bin ich froh, dass wir das Zentrum nicht auch paritätisch nutzen», sagt der katholische Diakon. Er ist aber froh um die gegenseitige Gastfreundschaft, die man sich bei der aktuellen Kirchenrenovation erneut gewährt. (vdl)