REFORMATION: Ein begehbares Buch zum Jubiläum

Die Buchskulptur des St. Galler Künstlers Josef Geier wurde gestern Nachmittag an der HSG feierlich eingeweiht. Das Kunstprojekt soll anlässlich des Reformationsjubiläums die Bibel erlebbar machen.

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6 Meter hoch, 22 Tonnen schwer: die Skulptur von Josef Geier an der HSG. (Bild: Luca Ghiselli)

6 Meter hoch, 22 Tonnen schwer: die Skulptur von Josef Geier an der HSG. (Bild: Luca Ghiselli)

14 Stufen sind es, die vom Dunkeln ins Licht führen. Wer die sechs Meter hohe und 22 Tonnen schwere Buchskulptur von Josef Geier betritt, sieht im ersten Moment nicht mehr viel. Erst, wenn man die Stufen im Innern des überdimensionierten Buches hinaufgegangen ist, tut sich ein Guckloch auf. «Die 14 Stufen sollen den Leidensweg Christi veranschaulichen», sagte der St. Galler Künstler gestern Nachmittag an der feierlichen Eröffnung seiner Skulptur. Der Weg durchs «finstere Tal» führe hinauf zu Licht und Weitblick.

Im Oktober wandert das Buch ins Klosterviertel

Das Kunstprojekt «Das Buch» wurde im Rahmen des 500-Jahr-Jubiläums der Reformation realisiert und ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons und der Evangelischen Allianz. Während 18 Monaten wird die Skulptur an vier Orten in der Stadt zu sehen sein: im Klosterviertel, beim Vadian-Denkmal und am Bahnhofplatz. Bis Oktober steht die Skulptur auf dem Campus der HSG – zwischen Guisanstrasse und Universitätsbibliothek.

«Wir sind dankbar, an den Festlichkeiten zum Reformationsjubiläum teilhaben zu dürfen», sagte Ulrike Landfester, Prorektorin Aussenbeziehungen an der Universität St. Gallen, an der Einweihung. Stolz zeigte sich auch Martin Schmidt, Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons. «Wir sind die 500-Jahr-Generation», sagte er. Das sei eine Chance, auf kreative Art auf die Botschaft der Reformation hinzuweisen. (ghi)

www.dasbuch500.ch

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