Rechtskatholiken planen Pro-Huonder-Demo

ST.GALLEN. Nach den Gegnern des Churer Bischofs Vitus Huonder rufen nun auch dessen Unterstützer zu einer Kundgebung in St.Gallen auf. Am 8. März wollen sie sich in St.Gallen treffen, um für die "wahre katholische Lehre" zu demonstrieren.

Sarah Gerteis
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Der Churer Bischof Vitus Huonder polarisiert - und bringt Gegner wie Befürworter auf St.Gallens Strassen. (Bild: Keystone/Archiv)

Der Churer Bischof Vitus Huonder polarisiert - und bringt Gegner wie Befürworter auf St.Gallens Strassen. (Bild: Keystone/Archiv)

Organisiert wird die Kundgebung vom Eidgenössischen Bund junger Katholiken (EBjK). Dessen Mitglieder und Sympathisanten wollen sich beim Marsch vom St.Galler Hauptbahnhof zum Klosterplatz unter anderem für eine Kirche einsetzen, "in der es einem Bischof erlaubt ist, die wahren katholischen und moralischen Standpunkte zu vertreten ". Zudem solle sich die Kirche nicht "am Weltbild von einigen dem Zeitgeist unterworfenen Katholiken orientieren", fordert der EBjK in einem Flyer, das in den letzten Tagen mit der Bitte um Unterstützung an mehrere Pfarreien per Mail versendet worden ist.

Demonstrationen an zwei Tagen
Die angekündigte EBjK-Demonstration in St.Gallen findet just einen Tag vor der Kundgebung gegen den umstrittenen Churer Bischof statt, zu der eine breite Allianz katholischer Verbände aufgerufen hat. Am 9. März wollen sie zum Sitz von Bischof Markus Büchel, dem Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, ziehen, um die Absetzung von Vitus Huonder zu fordern. Dessen Bistum habe mit seinen Verlautbarungen "grosse Gruppen von Gläubigen diskriminiert".

Gleiche Route, anderes Datum
Das Pro-Huonder-Lager wählt zwar dieselbe Route wie die Kontrahenten, verzichtet aber bewusst auf eine Gegendemo am gleichen Datum, da dieses auf einen Sonntag fällt. "Am Sonntag wollen wir nicht demonstrieren, sondern (wie es sich gebührt) den Tag des Herrn heiligen", lässt der Eidgenössische Bund junger Katholiken verlauten.

Wer hinter der dieser Vereinigung steht, ist unklar. Der Webseite ist zu entnehmen, dass der EBjK 2008 gegründet wurde mit dem Ziel, "Bischöfe, Priester und Gläubige, die sich für die unverfälschte katholische Lehre einsetzen" zu unterstützen. Angesprochen sind katholische Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 35 Jahren, denen Forderungen wie das Frauenpriestertum oder die Abschaffung des Zölibates "ein Dorn im Auge" seien.

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