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Reaktion auf steigende Asylzahlen

In der Stadt Gossau sind die Asylbewerberzahlen seit Anfang 2015 von 90 auf 127 Personen gestiegen. Das Amt für Soziales hatte dadurch einen Mehraufwand zu bewältigen. Doch nun ist Entlastung in Sicht.
Ives Bruggmann

GOSSAU. Die steigenden Flüchtlingszahlen haben sich auch auf die Stadt Gossau ausgewirkt. Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Asylbewerber von 90 auf 127. In wenigen Wochen werden es 145 sein. Das ist das Aufnahmesoll, das der Kanton für Gossau festgelegt hat. Über 60 Prozent macht damit der Anstieg in weniger als eineinhalb Jahren aus. Den Mehraufwand musste das Amt für Soziales mit gleichbleibendem Personalbestand und einem Pensum von 140 Stellenprozenten bewältigen.

Mehr als doppelt so viel

Wie die Stadt Gossau in einer Medienmitteilung schreibt, habe der Stadtrat den Stellenplan im Sozialamt nun um 100 Prozent aufgestockt. Um den gestiegenen Aufwand in den vergangenen Jahren aufzuzeigen, hat die Stadt die rapportierten Arbeitsstunden im Asylwesen dargelegt: 2013 fielen rund 1100 Stunden an, 2014 über 1700 Stunden, und im vergangenen Jahr waren es schliesslich gut 2700 Stunden. «Durch den hohen Anstieg der Asylbewerberzahl ist natürlich auch die Arbeit mehr geworden», sagt Jigme Shitsetsang, Leiter Soziales. Die Rechnung sei einfach. «Mehr Asylbewerber bedeuten mehr Fragen, mehr Unterkünfte und somit mehr Aufwand», sagt Shitsetsang. Und den mussten die Mitarbeiter mit den gleichen Stellenprozenten bewältigen. «Wir sind glücklich, dass wir die neue Stelle zugesprochen bekommen haben.»

Auf der Suche nach Wohnungen

Die Arbeiten, die anfielen und weiter anfallen werden, sind vielfältig. Das Amt für Soziales ist unter anderem dafür zuständig, die Asylbewerber unterzubringen. Bei steigenden Zahlen braucht es dafür auch immer neue Mietwohnungen, die teilweise noch hergerichtet werden müssen. Bislang sei es noch nicht nötig gewesen, Asylbewerber in Zivilschutzanlagen oder Truppenunterkünften unterzubringen. «Wir versuchen, wenn möglich darauf zu verzichten. Im Notfall sieht das natürlich anders aus», sagt Shitsetsang. Die Liegenschaften, in denen die Asylbewerber leben, seien zwar einfach, müssten aber sicher und funktional sein.

Noch lange kein Chaos

Trotz des raschen Anstiegs der Asylbewerberzahlen bleibt Shitsetsang gelassen. Die Stadt Gossau könne das gut verkraften. «Wir sind weit weg von einem Chaos oder einer Notsituation», sagt er. Natürlich sei es für die Verwaltung teilweise ein hoher Aufwand und eine Herausforderung. «Aber bislang haben wir immer Lösungen gefunden», sagt Shitsetsang.

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