Rauch im Steinacher Schulhaus

Am Mittwoch übte die Feuerwehr Steinach mit der Lehrerschaft im Primarschulhaus. Es galt, im dichten Rauch die Schulklassen mit Hilfe des Hubretters möglichst reibungslos zu evakuieren.

Fritz Heinze
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Eine erste Evakuation aus einem der Schulzimmer erfolgt mit dem Hubretter. (Bild: Fritz Heinze)

Eine erste Evakuation aus einem der Schulzimmer erfolgt mit dem Hubretter. (Bild: Fritz Heinze)

Kurz nach zehn Uhr ging der Alarm bei Einsatzleiter Mario Hagmann ein. Die Feuerwehr musste zu einem Brandfall mit starker Rauchentwicklung im Schulhaus Steinach ausrücken. Für Übungs- und Einsatzleiter Mario Hagmann ein Szenario, anhand dessen gemeinsam mit den Lehrkräften der Ablauf einer Evakuierung der Schulklassen im Brandfall geübt werden sollte.

Mit den schweren Fahrzeugen und Sirenenklang rückte die Feuerwehr auf den Schulhausplatz aus, wo sie wie im Ernstfall positioniert wurde. Ganz ohne Komplikationen ging dieses Manöver aber nicht vonstatten, stand doch in der von parkierten Autos vollbesetzten Bildzelgstrasse für die Einfahrt ein Auto im Weg, das zuerst weg musste. Personell hielt sich der Aufwand auf Seiten der Feuerwehr in Grenzen. Drei Offiziere und zwei Maschinisten führten die Übung durch. Dazu Mario Hagmann: «Beübt werden in diesem Fall vorrangig die Lehrerinnen und Lehrer, nicht die Feuerwehr.»

Der Hubretter der Feuerwehr Goldach nahm seine Arbeit mit der Evakuation der Klassen im ersten Stock auf, andere Klassen wurden von den Lehrkräften aus dem mit starker Rauchbildung belasteten Schulhaus direkt in die Turnhalle hinübergeführt. Alle Vorgänge erfolgten mit grosser Ruhe. Wert gelegt wurde auf den Dialog zwischen Lehrkräften und Feuerwehr und auch den Schülerinnen und Schülern.

Die Feuerwehr hatte im Vorfeld der Übung bereits mit den Lehrpersonen die Thematik Brandfall im Schulhaus besprochen. Das Brandrisiko sei hier relativ gering, die Türen würden den Brand während 90 Minuten aushalten, und das Gebäude sei unter Einbezug der aktuellen und notwendigen Brandschutz-Vorkehrungen gebaut worden, sagte Einsatzleiter Mario Hagmann. Er wandte sich damit im Anschluss an die Übung in der Turnhalle an alle Beteiligten und gab noch einige Erklärungen ab. Mit grossem Hurra nahmen die Mädchen und Knaben zur Kenntnis, dass ihnen Gelegenheit für einen kurzen Flug mit dem Hubretter geboten wurde.

Parkierte Autos dürfen Feuerwehr nicht behindern

Schulleiter Michael Litscher, der am Anfang der Übung für den notwendigen Rauch zuständig war, zeigte sich erstaunt, dass für diesen Übungsfall die Bildzelgstrasse völlig zugeparkt war, was zu Behinderungen der Feuerwehr führte. Ein Mangel, den auch Übungsleiter Mario Hagmann als solchen beurteilt. Die Lösung dieses Problems sei dringend notwendig, betonte Michael Litscher. Im Allgemeinen stellte der Schulleiter erfreut fest, dass die Übung geordnet verlaufen sei. Die Sensibilisierung für einen ruhigen Ablauf sei für die im Schulhaus Mitarbeitenden von grosser Wichtigkeit, Panik müsse in Momenten wie denen eines Brandes vermieden werden.