RAPPERSWIL-JONA: Klage gegen "Obersee Nachrichten"

Im Schlichtungsverfahren zwischen der Stadt Rapperswil-Jona und den "Obersee Nachrichten" wegen Berichten über die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Linth ist es zu keiner Einigung gekommen. Nun reicht die Stadt eine Klage gegen die Zeitung ein.

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Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) stehen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. (Bild: Archiv/Keystone (Symbolbild))

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) stehen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. (Bild: Archiv/Keystone (Symbolbild))

Die Stadt Rapperswil-Jona und Walter Grob, Präsident der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Linth (Kesb), leiteten im vergangenen Februar ein Schlichtungsverfahren gegen die "Obersee Nachrichten" ein. "Hintergrund ist die verunglimpfende und persönlichkeitsverletzende Kampagne der 'Obersee Nachrichten' gegen die Kesb Linth und deren Präsidenten", wie die Stadt in einem Communiqué schreibt. Da die beiden federführenden Journalisten der Publikation kein Bereitschaft gezeigt hätten, sich in der Berichterstattung zur Kesb "an geläufige Standards und an die Fakten" zu halten, reichen die Stadt und Walter Grob eine Klage wegen Persönlichkeitsverletzung ein.

Wie sich die Stadt bereits im Februar beklagt hatte, stellen die "Obersee Nachrichten" die Kesb systematisch als Terrorbehörde dar, die dem Interesse der Bürger entgegenarbeite. Ganz normale Vorgänge wie die Bearbeitung einer Gefährdungsmeldung würden dramatisiert und zur Bewirtschaftung des Empörungspotenzials der Leser eingesetzt. Kesb-Präsident Walter Grob seinerseits wurde gemäss der Stadt Rapperswil-Jona mehrfach als eine nicht integre, machtbesessene, inkompetente und damit gänzlich ungeeignete Führungsperson dargestellt. (pd/red.)

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