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Rakete im Dauerhoch

1960 hat Frisco erstmals Glace verkauft. Zum 50-Jahr-Jubiläum lanciert das Rorschacher Unternehmen einen Klassiker neu, der in den 70er-Jahren produziert wurde: das Kindereis Vampir. Die bestverkaufte Glace ist und bleibt die Rakete.
Yvonne Bugmann
300 000 Raketen kann eine Maschine pro Tag produzieren. Die Rakete ist die meistverkaufte Glace der Schweiz. (Bilder: Coralie Wenger)

300 000 Raketen kann eine Maschine pro Tag produzieren. Die Rakete ist die meistverkaufte Glace der Schweiz. (Bilder: Coralie Wenger)

Rorschach. Rakete, Pralinato, Winnetou: Die Glaces kennt jedes Kind. Sie stammen alle vom gleichen Hersteller – von Frisco. Als die Rorschacher Firma 1960 die ersten Glaces auf den Markt brachte, war Eis nicht neu. Frisco war jedoch das erste Unternehmen, das Glace auf nationaler Ebene vertrieb und industriell herstellte – die erste Markenglace war geboren. Dieses Jahr feiert das zu Nestlé gehörende Unternehmen sein 50-Jahr-Jubiläum.

Hergestellt werden die Süssigkeiten nach wie vor im Fabrikgebäude in Rorschach. In der dortigen Abfüllerei werden gerade «Raketen» produziert. Die orange-weisse Glace mit dem Schoggispitz wurde 1969 anlässlich der Mondlandung lanciert – heute ist die Rakete die meistverkaufte Glace der Schweiz. Allein im vergangenen Jahr gingen 8,3 Millionen Stück über den Ladentisch.

«Polo» heisst die Anlage, in der das Eis entsteht, wie Teamleiter Thomas Hengartner auf dem Rundgang durch die Abfüllerei erklärt. Maschinenlärm dröhnt in der Halle, ein Gewirr von silbernen, grünen, roten und blauen Leitungen und Rohren schlängelt sich durch den Raum. Wider Erwarten ist es in der Produktionsstätte nicht kalt, sondern eher warm.

300 000 Raketen pro Tag

In der Anlage wird zuerst die Orangen-Glace in die Form gegossen, dann folgt Ananas, und am Schluss taucht eine Maschine die Rakete in ein Schokoladenbad. Gearbeitet wird in zwei Schichten à neun Stunden. 300 000 Raketen produziert «Polo» an einem einzigen Tag. Aber nicht nur die Rakete, sondern «alle Lutscher am Holzstäbli», wie Hengartner erklärt.

Auch wenn viele Arbeitsschritte automatisiert sind, braucht es für einige Handgriffe doch Arbeiterinnen und Arbeiter – etwa um die Glaces zu verpacken. 800 Mitarbeiter beschäftigt Frisco Findus insgesamt und ist damit der grösste Arbeitgeber der Region.

Auf dem gleichen Stock werden die Cornets in einer rund zwölf Meter langen Abfüllmaschine hergestellt. In einem ersten Schritt kommen die Biskuits in eine Tüte. Das Biskuit wird mit Schokolade besprüht und so vor dem Austrocknen geschützt.

Die nächste Maschine füllt in Sekundenschnelle den Glacemix ins Biskuit, die typische Rosette wird aufgesetzt und die Erdbeersauce eingefüllt. 360 000 Cornets in 18 Stunden schafft diese Anlage.

Die Extrême Cornets sind ein weiterer Verkaufsschlager von Frisco: Sie verkaufen sich rund 30 Millionen Mal pro Jahr. Mit einem Marktanteil von 73 Prozent ist das Produkt Marktführer im Premium Segment.

2009 war Frisco laut Hengartner die erste Firma weltweit, die Cornets «all natural» produzierte – mit natürlichen Zutaten anstelle von Farb- und Aromastoffen. Milch und Rahm stammen zudem aus der Region. Das «All natural»-Cornet sei «ein Riesenerfolg», erklärt Hengartner. Im Lauf der nächsten Jahre sollen weitere Produkte mit natürlichen Zutaten folgen.

«Swissness, Regionalität und Natürlichkeit machen den Erfolg der Frisco-Produkte aus», sagt Brand-Managerin Grit Heinrich.

Alter Klassiker neu lanciert

Frisco hat das Sortiment immer wieder ausgewechselt, ergänzt oder verändert; einige Klassiker jedoch haben sich bis heute praktisch unverändert gehalten, wie etwa die Rakete, Winnetou, Pralinato und Extrême Cornet.

Andere Sorten verschwanden wieder aus den Regalen, zum Beispiel der Vampir – eine lila-rotes Wasserglace mit Grenadine- und Pflaumengeschmack, die die Zunge rot färbt. Der Vampir wurde von 1975 bis 1980 produziert und war ein beliebtes Kindereis, wie Brand-Managerin Grit Heinrich sagt. Zum 50-Jahr-Jubiläum wird der legendäre Vampir unter dem Motto «Frisco Classics» als Retro-Produkt neu lanciert. «Das gilt für dieses Jahr.

Welcher Klassiker im kommenden Jahr hergestellt werden soll, darüber können die Konsumenten abstimmen», sagt Grit Heinrich.

Schliesslich kommen zum Jubiläum auch zwei neue Pralinato-Sorten ins Sortiment: Die Lutscher gibt es nun mit Kokosnuss- und Choco-Orange-Geschmack. Wer ein Frisco-Produkt wie eine Rakete oder ein Pralinato kauft, kann an einem Wettbewerb teilnehmen. Als Hauptpreis winken 50 000 Franken – das gibt ganz schön viel Glace. Daneben gibt es ein Auto oder Reisen zu gewinnen.

Eine Arbeiterin verpackt Glaces in Kartons.

Eine Arbeiterin verpackt Glaces in Kartons.

Die Cornets werden seit vergangenem Jahr aus natürlichen Zutaten hergestellt.

Die Cornets werden seit vergangenem Jahr aus natürlichen Zutaten hergestellt.

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