RÄTSELRATEN: In einer Woche bricht die Fasnacht aus

Am 23. Februar startet die Stadtsanktgaller Fasnacht. Sie wartet vom Agugge über das Brunnenwunder im Linsebühl bis zum Umzug mit viel Bewährtem auf. Darüber, wer Ehren-Föbü wird, darf bereits gerätselt werden.

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Vom 23. bis 28. Februar sind auch in der Gallusstadt wieder die Guggen lautstark unterwegs. (Bild: Benjamin Manser (7. Februar 2016))

Vom 23. bis 28. Februar sind auch in der Gallusstadt wieder die Guggen lautstark unterwegs. (Bild: Benjamin Manser (7. Februar 2016))

Heute Mittwoch enthüllt die Fasnachtsgesellschaft das Programm der närrischen Tage. Eine grosse Enthüllung wird’s wohl nicht: Einerseits ist das Programm bereits im Internet einsehbar, anderseits wird es dominiert von traditionellen Elementen und Veranstaltungen.

Agugge, Fasnachtsgala und grosser Umzug

Gestartet wird wie üblich mit dem Agugge zu Füssen Vadians am Schmutzigen Donnerstag. Am Freitag ist in der Lokremise wieder «Dampf im Kessel». Tickets für die Fasnachtsgala sind weiterhin im Vorverkauf bei der Fasnachtsgesellschaft erhältlich. Bereits seit einiger Zeit ausverkauft sind hingegen die Schnitzelbank-Abende in der Kellerbühne. Am grossen Umzug vom Sonntag durchs Stadtzentrum nehmen 47 Gruppen, Cliquen und Guggen teil.

Kulturbanause, Sportkanone und Textiler

Ein spezieller Höhepunkt ist am Fasnachtssamstag der sogenannte Verschuss eines neuen Ehren-Födlebürgers (Föbü) oder einer neuen Ehren-Födlebürgerin (Föbine). Wer diesmal vor die Konfettikanone muss, damit ihm der letzte Rest Spiessbürgertum ausgetrieben werden kann, bleibt auch in diesem Jahr bis zum Anlass selber geheim. Bereits zirkuliert aber ein Hinweis der Föbüs, wer der Neue sein könne.

Dem Rätseltext von Föbine Mélanie XII. Rietmann ist klar zu entnehmen, dass auch in diesem Jahr ein Mann zu Fasnachtsehren kommt. Wo er Courage, Födle im St. Galler Dialekt, gezeigt hat, bleibt aber unklar. Sicher ist es niemand aus dem Kunst- oder Kulturkuchen: Der neue Föbü habe es nie über Blockflöten-Unterricht hinausgebracht, gibt Mélanie XII. zu Protokoll.

Hingegen war der Neue in der Jugend eine Sportkanone – im Wasserspringen, aber auch bei Skirennen in der Sportwoche seiner Schule. Und während der Bruder an einer renommierten Uni studierte, hat der neue Föbü die Lehre – echt St. Gallisch – bei einem Textilunternehmen absolviert. Ist damit immer noch nicht klar, wer am 25. Februar mit einer Ladung Konfetti in den Fasnachtshimmel geschossen wird? Die Föbüs werden demnächst weitere Hinweise liefern... (vre)

www.fasnachtsg.ch