Radargerät überrascht St. Galler

Seit rund drei Monaten hat die Stadtpolizei einen «fliegenden Radar» in Betrieb (Ausgabe vom 24. Februar). Das Tempo-Messgerät kann immer wieder an einem andern Standort plaziert werden. Doch damit tun sich die Fahrzeuglenker offensichtlich schwer.

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Der Radar an der Geissbergstrasse. (Bild: Fredi Kurth)

Der Radar an der Geissbergstrasse. (Bild: Fredi Kurth)

Seit rund drei Monaten hat die Stadtpolizei einen «fliegenden Radar» in Betrieb (Ausgabe vom 24. Februar). Das Tempo-Messgerät kann immer wieder an einem andern Standort plaziert werden. Doch damit tun sich die Fahrzeuglenker offensichtlich schwer. Ein Leser beklagt sich, dass die Polizei über die nun an der Geissbergstrasse installierte Anlage (Tempolimite bei 50) nicht informiert habe. Doch just darin liegt ein Zweck der Neuerung: Die St. Galler sollen vermehrt für die Tempolimiten sensibilisiert werden.

«Vor allem aber», sagt Polizeisprecher Benjamin Lütolf, «soll auf Strecken geblitzt werden, auf denen die Tempolimite oft missachtet wird.»

Das Messgerät registrierte bisher auch an der Rorschacher, Zil- und an der Speicherstrasse oberhalb von Birnbäumen zu schnelle Autofahrer. «Das Durchschnittstempo konnte so an den fraglichen Abschnitten markant gesenkt werden», sagt Lütolf. Ein erzieherischer Effekt dürfte ebenso nicht ausbleiben.

Denn es wurden auch Lenkerinnen und Lenker erwischt, die Stein und Bein schworen, noch nie in einer Radarfalle hängengeblieben zu sein.

Der «fliegende Radar» bleibt während ungefähr drei Wochen stationär, bevor er wieder anderswo seinen Strassenzoll einfordert. An der Geissbergstrasse ist diese Spanne bald erreicht. Bei einem Augenschein gestern fuhren die Autos ziemlich langsam am Gerät vorbei. Nur der Apparat des Tagblatt-Fotografen blitzte. (th)